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Aus der Stadt Sozialticket kommt im Oktober
Hannover Aus der Stadt Sozialticket kommt im Oktober
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20:59 01.09.2009
Von Felix Harbart
„Aktiv-Pass“, Wertmarke, „Ticket S“: Wer in Zukunft vergünstigt fahren will, muss in der Papierflut den Überblick behalten. Quelle: Patrice Kunte

Berechtigt sind neben Empfängern von Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe auch Asylbewerber und Kriegsopfer. „Uns ist es gelungen, eine Lösung zu realisieren, die vielen einkommensschwachen Menschen das Leben ein bisschen leichter macht“, sagte Regionspräsident Hauke Jagau am Dienstag bei der Vorstellung des „Ticket S“. Verkehrsdezernent Georg Martensen sprach von einem „sehr einfachen, transparenten Angebot“.

Voraussetzung für die Benutzung des „Ticket S“ ist für Hannoveraner der Besitz des „Hannover-Aktiv-Passes“, der schon jetzt den verbilligten Eintritt in verschiedene öffentliche Einrichtungen ermöglicht. Einwohner der anderen 20 Regionskommunen erhalten im Laufe des September die neue „Region-S-Karte“ zugeschickt, sofern sie zur Gruppe der Berechtigten zählen. Diese Karte wiederum versetzt sie in die Lage, für vier Euro an Vorverkaufsstellen, Automaten oder im Bus eine Wertmarke zu erstehen, die für einen Monat gültig ist. Ist beides vorhanden kann der Kunde fortan statt eines regulären Einzelfahrscheines zum gleichen Preis das „Ticket S“ kaufen. Bei einer Kontrolle hat der Fahrgast demnach in Zukunft dreierlei vorzuzeigen: Je nach Wohnort den „Aktiv-Pass“ oder die „Region-S-Karte“, die Wertmarke und das vergünstigte „Ticket S“.

Dieser Modus sei notwendig, um die Anzahl verkaufter Tickets auswerten zu können, sagte Jagau. Noch nämlich weiß die Region nicht zu sagen, in welchem Maße die Sozialtarifierung den Regionshaushalt belasten wird. Fest steht, dass der Großraum-Verkehr Hannover (GVH) von der Region pauschal elf Euro für jede verkaufte Wertmarke erhält, dazu die vier Euro aus dem Verkauf. Interessant wird also sein, ob dieses Geld die geringeren Einnahmen aus dem Verkauf von Einzelfahrscheinen aufwiegen wird – oder ob durch das Sozialticket sogar so viele neue Kunden gewonnen werden können, dass sich das Verfahren am Ende bezahlt macht. „Wir sind sehr gespannt, wie hoch die Nutzerzahl sein wird“, sagte Jagau.

Im Vergleich zum ursprünglichen Konzept des Sozialtickets enthält das „Ticket S“ zwei Erleichterungen für den Kunden. Zum einen strich die Verwaltung auf Druck der Regionsverwaltung eine zeitliche Einschränkung für die Benutzung der Fahrscheine – diese hätten ursprünglich nicht vor 9 Uhr benutzt werden dürfen. Zum anderen ist der Kauf der einen Monat gültigen Wertmarke nun an jedem beliebigen Tag im Monat möglich.

Nutzen wird das „Ticket S“ vor allem Gelegenheitsfahrern. „Wer sehr viel fährt und eine Monatscard nutzt, wird jetzt nicht auf das ,Ticket S‘ umsteigen“, sagte Jagau. Dennoch sei es eine „deutliche Verbesserung des Status Quo“. Ab Mitte September informiert die Region unter der Rufnummer (05 11) 61 62 10 00 über „Region-S-Karte“ und „Ticket S“.

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