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Aus der Stadt Spektakuläre Shownummern bei der „Nacht der Pferde“
Hannover Aus der Stadt Spektakuläre Shownummern bei der „Nacht der Pferde“
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11:59 04.12.2010
Von Nicola Zellmer
Dem Westernreiter der Quarter Horse Association entgeht nichts: Sogar ein Quad fängt er ein.
Dem Westernreiter der Quarter Horse Association entgeht nichts: Sogar ein Quad fängt er ein. Quelle: Martin Steiner
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Die wilden schwarzen Stiere mussten in Andalusien bleiben. Doch als Manolo Oliva und seine beiden Mitstreiter Freitagabend auf ihren feurigen Hengsten bei der „Nacht der Pferde“ in die ausverkaufte Showarena ritten, konnte man die Rinder förmlich sehen – so umsichtig und zentimetergenau bewegten sich die Reiter bei der Vorführung. Bei der spanischen Doma-Vaquera-Reitweise geht es um Maßarbeit: Die Stiere müssen mit der etwa 3,80 Meter langen Garrocha-Stange in die richtige Richtung getrieben werden. Wenn das Pferd dabei nicht sekundenschnell auf die Reiterhilfen hin wendet, losprescht oder anhält, kann das den Hirten das Leben kosten. Bei Manolo Oliva allerdings wirkte die schwere Hütearbeit leicht wie ein Tanz – im Dunkeln noch einmal betont durch wie Phosphor leuchtende Garrochas.

Maßarbeit war auch bei vielen anderen Stars dieser spektakulären Jubiläumsschau das Thema. Beispielsweise bei den Voltigierern vom Team 1 Habighorst-Bordenau, die auf dem galoppierenden Pferd Menschentürme bauten und sogar auf der fahrenden Kutsche mit ebenso ästhetischen wie athletischen Übungen glänzten. Bei den wilden Thunderguys aus Belgien, die bei ihren Stunts – vom Publikum angefeuert – im vollen Galopp auf, neben und sogar unter ihren Pferden turnten. Oder bei den zwölf Hengstreitern des Niedersächsischen Landgestüts Celle mit ihrer traditionellen großen Quadrille. Und natürlich auch bei dem rasanten Vierspännerfahrer Christoph Sandmann, der eigens für die Jubiläumsschau noch einmal anspannte.

Maßarbeit in der Kommunikation mit dem Pferd zeigte schließlich Publikumsliebling Jean-François Pignon bei seiner Freiheitsdressur. Schon im Vorfeld hatten ihn die Zuschauer in Hannover zu ihrer Nummer eins auserkoren. Die außergewöhnliche Harmonie, die es ausstrahlt, wenn er zu seinen Pferden „spricht“, fasziniert Fans immer wieder. Auch Freitagabend bildeten seine Stuten brav einen Reigen und ließen Pignon sogar völlig ohne Sattel und Zaumzeug auf ihrem Rücken reiten. Nur Mini-Shetty Petit Cœur tanzte zur Begeisterung der Zuschauer auch immer mal frech aus der Reihe.

02.12.2010
Bernd Haase 02.12.2010