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Aus der Stadt Sport- und Bolzplätze bleiben weiter geschlossen
Hannover Aus der Stadt Sport- und Bolzplätze bleiben weiter geschlossen
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00:16 11.12.2016
Von Gunnar Menkens
Weiterhin kein Zugang zu Bolzplätzen in Hannover.
Weiterhin kein Zugang zu Bolzplätzen in Hannover. Quelle: Irving Villegas
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Hannover

„Die Fläche ist dann kein Bolzplatz mehr“, sagte Stadtsprecher Denis Dix, dies verringere das Haftungsrisiko der Stadt. Die Verwaltung sperrte die Plätze, nachdem das Oberlandesgericht Celle der Kommune eine Mitschuld an der Verletzung eines Freizeitkickers gab. Thomas Klapproth, Sportsprecher der CDU-Ratsfraktion, erklärte, er halte die Entscheidung der Richter für „merkwürdig“. Die Stadt müsse zwar auf das Urteil reagieren, er erwarte jedoch von der Verwaltung, dass sie die Plätze, insgesamt fast 250, regelmäßig überprüft und Schäden beseitigt. „Das Mindeste ist, dass künftig Schilder angebracht werden, die darauf hinweisen, dass jeder auf eigene Gefahr auf städtischen Bolzplätzen spielt.“

Dies allein würde der Stadt zufolge nicht genügen. „Ein Schild mit der Aufschrift ‚Benutzung auf eigene Gefahr’ würde nicht genau genug beschreiben, welche Gefahren konkret drohen.“ Deshalb, so Dix, würde solch eine allgemeine Warnung die Stadt bei einem Unfall nicht vor Haftung schützen.

Nachdem sich ein Mann auf einem öffentlichen Bolzplatz den Fuß verknackst hat, sind nun rund 60 Spielflächen im Stadtgebiet gesperrt.

Die Grünen gefällt nicht, dass Hunderte ausgesperrt werden, „weil ein Kläger persönliche Vorteile ziehen“ wolle, sagte Umwelt-sprecher Pat Drenske: „Am Ende müssen wir eine Mauer um die Eilenriede bauen.“ FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke vermutet, die Stadt habe Bolzplätze „über Jahre vernachlässigt“, und sei erst nach dem Urteil wach geworden.

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