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Aus der Stadt Sporthalle der Goetheschule wird Flüchtlingsheim
Hannover Aus der Stadt Sporthalle der Goetheschule wird Flüchtlingsheim
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16:24 14.09.2015
Von Andreas Schinkel
Die Sporthalle der Goetheschule soll 40 Asylsuchenden Platz bieten. Quelle: Florian Petrow
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Hannover

Ab Donnerstag werden in dem Gebäude am Franziusweg Böden ausgelegt und Betten aufgestellt. Die Halle soll 40 Flüchtlingen Platz bieten. „Bis Jahresende wird die Halle voraussichtlich belegt sein“, sagt Stadtsprecher Alexis Demos. Die Leitung der Goetheschule bleibt gelassen. „Für uns ist das eine verträgliche Lösung“, sagt Goetheschulleiter Wilhelm Bredthauer. Die Sportunterricht könne auf die benachbarte Sportstätte der Grundschule Wendlandstraße ausweichen.

Alle vorgesehenen Turnhallen belegt

Damit sind alle Turnhallen in Hannover, die die Stadtverwaltung als Notquartiere auserkoren hatte, belegt. Insgesamt standen zwölf Sportstätten auf der Liste der möglichen Unterkünfte. „Weitere Belegungen von Hallen sind nicht geplant“, sagt Demos. Dennoch will er nicht ausschließen, dass die eine oder andere Halle doch noch hergerichtet werden muss. Es sollen aber keine neuen Hallen auf die Liste gesetzt werden, sondern die Sportstätten, die am Jahresende wieder frei werden, könnten neu belegt werden. Aus vier Hallen sollen Ende 2015 die Flüchtlinge wieder ausziehen: die Turnhallen an der Lüerstraße (Sophienschule), an der Gottfried-Keller-Straße (Käthe-Kollwitz-Schule), an der Badenstedter Straße (IGS Linden) und die Halle der Goetheschule.

Die Stadt hatte zuvor Kriterien für die Auswahl geeigneter Hallen formuliert. Um als Notquartier zu dienen, müsse die Sportstätte über einen eigenen Zugang verfügen. Ersatzturnhallen für Schüler und Vereine sollten in „vertretbarer Entfernung“ liegen. Zudem sollen in der Halle sanitäre Anlage zur Verfügung stehen. Im Falle der Goetheschule wird aber erwogen, Container mit Sanitäranlagen aufzubauen.

3800 weitere Flüchtlinge erwartet

Die Stadt geht davon aus, bis Ende Januar 2016 weitere 3800 Flüchtlinge aufzunehmen. Das ist deutlich mehr als die Zahl der Asylsuchenden, die derzeit in städtischen Einrichtungen untergebracht sind. 3300 leben derzeit in Wohnheimen, Wohnungen und Notunterkünften. Die meisten Flüchtlinge in Hannover kommen aus dem Irak, Sudan, Ghana, Syrien, Algerien und Afghanistan.

Belegte Turnhallen - das ist der Sachstand

Mit der Sporthalle der Goetheschule sind alle Hallen, die die Stadtverwaltung für die Unterbringung von Flüchtlingen vorgesehen hatte, belegt. Ein Überblick:

Turnhallen, bei denen das Belegungsende für das Ende des Schuljahres 2015/2016 vorgesehen ist:

  • IGS Büssingweg, Büssingweg 9, Kapazität: 40 Personen
  • Feuerwache 2, Auf der Klappenburg, Kapazität: 40 Personen
  • GS Kastanienhof, Harenbergerstraße 31, Kapazität: 40 Personen
  • Sporthalle Voltmerstraße, Voltmerstraße 34, Kapazität: rund 30 Personen
  • GS Kestnerstraße, Kestnerstraße 38/39, 50 Kapazität: 50 Personen
  • OBS Fröbelstraße (Halle 1 u. 2), Fröbelstraße 5, Kapazität: Personen 60

 

Turnhallen, bei denen das Belegungsende Ende dieses Jahres festgelegt ist:

  • Sophienschule Außenstelle (Halle 1 u. 2), Lüerstraße 17, Kapazität: 80 Personen
  • Käthe-Kollwitz-Schule Außenstelle (große Halle), Gottfried-Keller-Straße 11, Kapazität: 40 Personen
  • IGS Linden (Nebenstelle II), Badenstedter Straße 35, Kapazität: rund 40 Personen
  • GY Goetheschule (Hauptstelle), Franziusweg 43, Kapazität: rund 40 Personen
14.09.2015
Saskia Döhner 17.09.2015