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Aus der Stadt Weitere Sporthallen als Flüchtlingsunterkünfte
Hannover Aus der Stadt Weitere Sporthallen als Flüchtlingsunterkünfte
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06:09 28.11.2014
Von Andreas Schinkel
Werden zu Flüchtlingsquartieren: Die Hallen der IGS Büssingweg.
Werden zu Flüchtlingsquartieren: Die Hallen der IGS Büssingweg. Quelle: Michael Thomas
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Hannover

Die Stadt bestätigt die Einquartierung der HAZ und betont, dass es sich nur um eine vorübergehende Unterbringung handele. Auch würden nur wenige Dutzend Flüchtlinge in den beiden Hallen einquartiert.
Derweil ist die Stadt ihrem Ziel, mehr reguläre Flüchtlingswohnplätze zu schaffen, einen großen Schritt näher gekommen. Gestern stimmten die Ratspolitiker in vertraulicher Sitzung dem Konzept zu, im Gebäude des ehemaligen Oststadt-Klinikums bis zu 300 Plätze für Asylsuchende einzurichten. Hannover zahlt dafür zwischen 600 000 und einer Million Euro pro Jahr an das Regionsklinikum. In der gestrigen Sitzung hat es ungewöhnlich lange Debatten um die komplizierten Modalitäten gegeben. Am Ende bestätigten aber auch die Oppositionspolitiker, dass der ausgehandelte Vertrag mit dem Klinikum fair sei.

Mit 300 Betten wird das Klinikgebäude die größte Flüchtlingsunterkunft der Stadt. Die Betreuung der Einrichtung übernimmt das Deutsche Rote Kreuz. Wegen der Größe setzt die Stadt zusätzliches Personal ein. Für je 50 Flüchtlinge soll es einen Betreuer geben, zusammen mit der Leitung arbeiten sieben Angestellte im Gebäude.

Bereits Ende kommender Woche, so der ehrgeizige Plan der Stadt, könnten erste Räume in dem Gebäude beziehbar sein. Für die neuen Bewohner muss teilweise renoviert werden, die Türen bekommen Schlösser. Genutzt würden aber nur die Bettentrakte, sagt Stadtsprecher Andreas Möser, Operationssäle und andere Bereiche bleiben leer. Alle Asylsuchenden, die jetzt noch in Turnhallen nächtigen, sollen möglichst vor Weihnachten ins Klinikhaus umziehen. Derzeit suchen rund 70 Flüchtlinge pro Woche in Hannover Schutz.

Mit der Region ist im Grundsatz vereinbart, dass keine Miete an das Klinikum gezahlt wird, sondern nur eine monatliche Betriebskostenpauschale von 50 000 Euro. Diese Summe gilt angesichts der Größe als preiswert, bestätigten Politiker. Allerdings will die Region gerne, dass die Stadt das gesamte Grundstück bis Mitte 2015 übernimmt, um darauf ein ohnehin geplantes Wohngebiet zu entwickeln. Tut sie das nicht, werden auch rückwirkend Mietzahlungen von monatlich 30 000 Euro fällig, dann betragen die jährlichen Kosten fast eine Million Euro.  

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