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Aus der Stadt Staatsanwalt brütet über Akte „Jenisa“
Hannover Aus der Stadt Staatsanwalt brütet über Akte „Jenisa“
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00:15 10.04.2014
Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit wieder die Akte im Fall  der in Hannover verschwundenen Jenisa M. Quelle: Symbolfoto
Hannover

Die Staatsanwaltschaft Hannover hat zwar schon einen Sondersachbearbeiter eingesetzt, der die Akte noch einmal genau überprüfen soll. Ob die Ermittlungen erneut aufgenommen werden, kann aber erst entschieden werden, wenn der Staatsanwalt seine Arbeit beendet hat.

Nach Informationen der Polizei hat der Onkel der im September 2007 verschwundenen Achtjährigen bereits gestanden, den fünf Jahre alten Dano erdrosselt zu haben. „Zum Verschwinden der Nichte seiner Lebensgefährtin hat er allerdings noch keine Angaben gemacht“, sagte der Leiter der Mordkommission. 

Am 7. September 2007 wollte das Mädchen seine Tante besuchen, die mit ihrem Lebensgefährten Ibrahim B. und ihren zwei gemeinsamen Kindern im Ihme-Zentrum lebte. Der 43-Jährige soll damals allein zu Hause gewesen sein. Auf dem Weg in die Wohnung verlor sich Jenisas Spur. Der Verdacht fiel auf Ibrahim B., der daraufhin 42 Tage in Untersuchungshaft saß. Aus Mangel an Beweisen wurde er aber wieder entlassen und zog danach mit seiner Familie nach Herford.

Die Umstände, die zum Tod des fünfjährigen Dano führten, ähneln jenen im Fall Jenisa. Dano wollte am 14. März dieses Jahres den Sohn von Ibrahim B. besuchen. Als er klingelte, war jedoch nur dessen Vater zu Hause. Zwischen dem Erwachsenen und dem Nachbarsjungen kam es zum Streit, in dessen Verlauf der 43-Jährige Dano schlug. Als dieser drohte, es seinen Eltern zu erzählen, zog Ibrahim B. ihn in die Wohnung und tötete das Kind. In Herford nahmen gestern etwa 300 Trauernde auf der Beerdigung des Fünfjährigen Abschied von Dano.

Jörn Kießler

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