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Aus der Stadt Staatsanwaltschaft fahndet nach Doppelkorn-Chef
Hannover Aus der Stadt Staatsanwaltschaft fahndet nach Doppelkorn-Chef
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09:41 19.02.2018
Von Tobias Morchner
Die Filialen sind vorerst geschlossen. 
Die Filialen sind vorerst geschlossen.  Quelle: HAZ-Archiv
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Hannover

Der Wirtschaftskrimi um die insolvente Bäckerei Doppelkorn spitzt sich weiter zu. Die Staatsanwaltschaft Hannover lässt jetzt nach dem seit Wochen untergetauchten Chef des Unternehmens international fahnden. Manuel P. wird Bankrott- und Insolvenzverschleppung vorgeworfen. Gerät er irgendwo in eine Polizeikontrolle oder legt er an einem Flughafen seinen Ausweis vor, wird er umgehend festgenommen und nach Hannover gebracht.

Wohnung und Büros leergeräumt

Um Beweise zu sichern durchsuchte die Polizei am Mittwoch zudem auch die Wohnung des Untergetauchten sowie diverse Büros. „Beweismaterial konnten wir allerdings nicht sicherstellen, weil die Wohnung ausgeräumt war und in den Büros auch keine relevanten Akten mehr zu finden waren“, sagt Hans-Jürgen Lendeckel, der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Der 34-jährige P. hatte den Bäckerei-Betrieb im April übernommen. Er schloss einige Filialen und wollte das Unternehmen modernisieren. Doch Mitte Juli tauchte er unter. Vorher soll er Gelder von den Konten der Bäckerei zurück auf seine Konten transferiert haben. Mehrere Betriebe warten seitdem auf ihr Geld. Nach HAZ-Informationen handelt es sich um eine niedrige sechsstellige Summe. Zudem wurden Löhne und Sozialabgaben für die rund 120 Mitarbeiter nicht mehr bezahlt. Inzwischen hat ein Insolvenzverwalter seine Arbeit aufgenommen.

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