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Aus der Stadt Streik: Stadt spart fast 3 Millionen Euro
Hannover Aus der Stadt Streik: Stadt spart fast 3 Millionen Euro
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10:24 10.06.2015
Von Mathias Klein
Foto: Keine Betreuung in den Kitas: Der Streik hat der Stadt Hannover zum Sparen verholfen.
Keine Betreuung in den Kitas: Der Streik hat der Stadt Hannover zum Sparen verholfen. Quelle: dpa/Symbolbild
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Hannover

Geschmälert wird die Ersparnis durch die versprochene Rückzahlung von Kita-Gebühren an die Eltern für die ausgefallenen Betreuungstage. Nach einer ersten Schätzung der Stadtverwaltung werden den Eltern aller 3700 Kinder in den städtischen Kitas für die Zeit des Streiks insgesamt 350 000 Euro zurückerstattet, wie Möser berichtete. Einen Antrag dafür bräuchten die Eltern nicht zu stellen, betonte er. Der Rathaussprecher wies aber darauf hin, dass die Erstattung einige Zeit in Anspruch nehmen könne. Das restliche Geld will die Stadt zum Schuldenabbau verwenden.

Insgesamt haben in den drei Wochen rund 700 städtische Bedienstete gestreikt, darunter 430 in den Kitas. In den städtischen Kitas arbeiten insgesamt 630 Erzieher. Die anderen Streikenden sind überwiegend Sozialarbeiter, die zum Beispiel im Jugendamt, in den Freizeitheimen oder in Schulen tätig sind.

Die Erzieher, die sich nicht am Streik beteiligt haben, wurden in den Not-Kitas oder in anderen Bereichen der Verwaltung eingesetzt. Möser nennt als Beispiele Bibliotheken und die Registratur.

Die städtischen Kitas sind seit Montag wieder in Betrieb. Zuvor hatten sich die Gewerkschaft Verdi sowie die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände auf eine Schlichtung zur Beendigung des Tarifkonflikts geeinigt.

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