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Aus der Stadt Stadt will mehr verkaufsoffene Sonntage
Hannover Aus der Stadt Stadt will mehr verkaufsoffene Sonntage
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00:17 15.11.2015
Von Andreas Schinkel
Volle Innenstadt beim Verkaufsoffenen Sonntag: Bisher durften die Geschäfte 126 Mal im Jahr ihre Türen für den sonntäglichen Bummel öffnen - nun sind nur noch vier Mal erlaubt.  Quelle: Nancy Heusel/Archiv
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Hannover

 „Wir befinden uns in Gesprächen mit dem Land und der Gewerkschaft Verdi“, sagte Kämmerer Marc Hansmann (SPD) am Mittwoch im Finanzausschuss. Es sei nicht einsehbar, dass sowohl einem Dorf als auch einer Großstadt wie Hannover gleichermaßen nur vier verkaufsoffene Sonntage zustehen. Im nächsten Jahr gelte aber zunächst die per Gerichtsurteil durchgesetzte Regelung, dass im gesamten Stadtgebiet nur vier Termine genehmigt werden dürfen. Das bedeutet, dass bei Stadtteilfesten wie dem Scillablütenfest in Linden künftig der Einkaufsbummel entfallen kann.

Verdi zog vor Gericht, weil die Gewerkschaft die zahllosen Wochenendveranstaltungen in Hannovers Geschäften als Verstoß gegen die Sonntagsruhe wertet. Das Landgericht gab Verdi Recht und bezeichnete das Landesgesetz zur Regelung der Öffnungszeiten als verfassungswidrig. An vier Terminen im gesamten Stadtgebiet dürfen Hannovers Händler künftig noch öffnen. Zudem müssten konkrete Anlässe genannt werden, forderte das Gericht.

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Die Stadtverwaltung muss die jetzt 126 Sonntagsöffnungen auf vier reduzieren. So viele Genehmigungen erteilte die Behörde im vergangenen Jahr, nicht nur City-Kaufleuten, sondern auch Geschäftsleuten in Stadtteilen und Einzelhändlern, etwa Möbelmärkten. „Eine Balance zwischen Stadtteilen und City zu finden, wird eine Herkules-Aufgabe“, sagt Hansmann. Grünen-Ratsherr Patrick Drenske meint, dass zu einer attraktiven Veranstaltung wie dem Scillablütenfest nicht zwingend Einkaufsmöglichkeiten gehörten.     

Conrad von Meding 15.11.2015
Andreas Schinkel 15.11.2015
Michael Zgoll 17.10.2017
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