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Aus der Stadt Stadt baut neue Ampel-Fallen
Hannover Aus der Stadt Stadt baut neue Ampel-Fallen
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23:34 24.09.2009
Von Tobias Morchner
An der Kreuzung General-Wever-/Langenforther Straße steht schon eine Kombiampel. Quelle: Nico Herzog

Bislang reagieren fast alle der 13 Blitzanlagen, die wechselnd an insgesamt 18 Standorten im Stadtgebiet installiert werden können, nur bei Rotlichtverstößen. „Die Blitzer sollen nach und nach so umgerüstet werden, dass sie auf Rotlicht- und Geschwindigkeitsübertretungen reagieren können“, sagte Stadtsprecher Dennis Dix.

Die Ampelanlage an der Kreuzung Langenforther Straße Ecke General-Wever-Straße in Bothfeld ist bereits zu einer sogenannten Kombiampel umgebaut worden. Autofahrer, die dort bei Rotlich mit zu hoher Geschwindigkeit auffallen, müssen sich in der Regel nur wegen eines Vergehens verantworten. Die Strafe fällt dann aber höher aus. „Nach den guten Erfahrungen dort, werden wir die übrigen Geräte ebenfalls aufrüsten“, teilte Dix mit. Unklar ist noch, welche Kosten bei der Umstellung der Blitzer auf die Stadt zukommen werden. „Da sind wir noch mit dem Hersteller in Verhandlungen“, hieß es seitens der Stadt.

Zuständig für die Zulassung von Ampelanlagen ist die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig. „Die Kombianlage liegt zur Zeit im Trend“, sagt Frank Jäger von der PTB. Er hält die Umrüstung der Rotlichtblitzer für sinnvoll: „Es kann dann niemand mehr auf einer Strecke durchgängig mit überhöhter Geschwindigkeit fahren, weil er meint, so die Grüne-Welle zu erwischen“, erläutert der PTB-Experte. Auch der ADAC hat grundsätzlich nichts gegen die Kombiampeln einzuwenden – so lange sie an den richtigen Stellen postiert werden. „An Unfallschwerpunkten ist das in Ordnung. Aber nur mal zu knipsen, um die Kassen voll zu machen, halte ich für falsch“, sagt Hermann Fedrowitz vom ADAC.

Im Umland Hannovers müssen die Autofahrer in absehbarer Zeit nicht mit dem Aufbau von Kombi-Ampelanlagen rechnen. „An den Kreisstraßen, für die wir zuständig sind, gibt es gar keine fest installierten Blitzgeräte. Also können wir auch nicht umrüsten“, sagte Regionssprecher Klaus Abelmann. Auch die größeren Städte in der Region ahnden Verstöße ausschließlich mit mobilen Geräten. Lediglich in Garbsen ist die Anschaffung eines stationären Messgerätes beschlossene Sache. Es soll Ende 2009 an der Bundesstraße 6, 200 Meter vor der Kreuzung Molkereistraße/Schützenstraße aufgestellt werden. „Wir messen damit nur Geschwindigkeitsübertretungen“, sagte Michael Hoheisel von der Stadtverwaltung.

Die Rotlichtblitzer in Hannover waren vor zwei Jahren in die Schlagzeilen geraten, weil die Messergebnisse der Geräte fehlerhaft waren. Das Amtsgericht hatte deswegen ein gegen einen 62-Jährigen verhängtes Fahrverbot aufgehoben. Inzwischen funktionieren alle Geräte einwandfrei. „Wir haben an allen 18 Standorten nachgebessert“, teilte Stadtsprecher Dix mit.

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