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Aus der Stadt Freies Parken für Elektroautos
Hannover Aus der Stadt Freies Parken für Elektroautos
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07:47 05.11.2015
Von Andreas Schinkel
Quelle: Symbolbild
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Hannover

Die höchstmögliche Parkdauer von zweieinhalb Stunden in der City gilt aber auch für Elektromobile. 30 000 Euro will die Stadt für Hinweisschilder auf Parkplätzen und an Automaten ausgeben. „Das ist gut angelegtes Geld“, sagte SPD-Baupolitiker Ewald Nagel gestern im Bauausschuss. Das Gremium stimmte den entsprechenden Plänen mit großer Mehrheit zu.

Die Regelung kann erst jetzt getroffen werden, weil E-Autos künftig ein besonderes Kennzeichen tragen. Vom äußeren Erscheinungsbild unterscheidet sich ein VW Up mit Elektroantrieb nicht von einem Modell mit Benzinmotor.

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Kritik kommt von den Linken und den „Hannoveranern“. „Niemand wird sich ein teures Elektroauto kaufen, nur weil er damit umsonst parken darf“, sagt Linken-Fraktionschef Oliver Förste. Wer sich ein Elektroauto leisten könne, brauche keine Privilegien, meinen die „Hannoveraner“. SPD-Umweltpolitiker Jürgen Mineur entgegnet, dass die Stadt Anreize schaffen müsse. „Hannover überschreitet noch immer die Grenzwerte bei den Stickoxiden. Da müssen wir gegensteuern“, sagt er. Es kann die Stadt teuer zu stehen kommen, wenn die Luft weiterhin schlechter ist, als die EU erlaubt. Es drohen Strafzahlungen von 10 000 Euro pro Tag.

Debatte um Steintor: Die FDP scheitert mit ihrer Forderung, von der Bebauung des Steintorplatzes abzusehen, provoziert aber eine Debatte. CDU, Linke, Piraten und „Hannoveraner“ sprechen sich gegen die geplanten Häuser aus, weil dadurch „Frischluftschneisen“ verstellt und notwendiger Raum zubetoniert werde. SPD und Grüne meinen, dass der Steintorplatz wenig einladend sei und die Innenstadt nicht ersticke, nur weil zwei Häuser gebaut werden.

Baurat weist Kritik zurück: Baudezernent Uwe Bodemann wendet sich gegen den Vorwurf, dass die Stadt Investoren zu viele Auflagen erteilt. „Seit der Expo wird nicht mehr so viel gebaut, da kann die Bauverwaltung nicht so schlecht arbeiten“, sagt Bodemann. Der Inhaber des heute öffnenden Geschäfts Möbel Höffner, Kurt Krieger, hatte sich über langwierige Verfahren beklagt. Bodemann dreht den Spieß um. „Herr Krieger hat seine Pläne dreimal geändert.“ Zudem kenne er Krieger noch aus seiner Zeit als Baudezernent in Bremen. „Es liegt in der Natur der Höffner-Projekte, dass sie lange dauern“, sagt Bodemann.

Andreas Schinkel 05.11.2015
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