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Aus der Stadt Stadt schließt Musiktheater Bad in Herrenhausen
Hannover Aus der Stadt Stadt schließt Musiktheater Bad in Herrenhausen
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12:30 23.10.2010
Polizei und Ordnungsamt beenden das HipHop-Konzert im Bad. Quelle: Christian Burkert

Die Stadt hat das Musiktheater Bad in Herrenhausen geschlossen. Mitarbeiter des Ordnungsamtes und Beamte der Polizei hatten dem Veranstaltungszentrum am Donnerstagabend während eines Hip-Hop-Konzerts einen Besuch abgestattet. „Wir wollten überprüfen, ob dort Getränke ausgeschenkt werden, denn die Betreiber haben derzeit keine Schankerlaubnis“, erklärte Stadtsprecher Klaus Helmer. Im Rahmen dieser Kontrolle, bei der auch Drogensuchhunde zum Einsatz kamen, entdeckten die Beamten auch Drogen, die offenbar von Konzertbesuchern beim Eintreffen der Polizei eilig auf den Boden geworfen worden waren. Die Rauschgiftmengen waren dem Vernehmen nach allerdings so gering, dass in das Einsatzprotokoll nicht einmal die Grammangaben aufgenommen werden konnten.

Trotzdem werteten die Mitarbeiter des Ordnungsamtes die Drogenfunde als weiteren Verstoß gegen das Gaststättengesetz und nahmen dies zum Anlass, das Konzert des Hip-Hop-Stars Jeru the Damaja sofort abzubrechen. Sie schickten die Besucher nach Hause und versiegelten anschließend die Eingangstüren des Musiktheaters. „Das Bad bleibt vorerst zu“, erklärte Helmer weiter.

Rechtsanwalt Florian Heinze, der die Betreiber des Bads vertritt, kritisierte das Vorgehen der Stadtverwaltung scharf. „Die Stadt hat sich nicht an die Absprachen gehalten“, sagte der Jurist. Am Tag vor dem Konzert habe es eine telefonische Einigung zwischen dem zuständigen Verwaltungsgericht und der Stadt darüber gegeben, dass die Hip-Hop-Veranstaltung ohne Einschränkungen stattfinden könne. „Was danach passiert ist, wissen wir einfach nicht“, so Heinze weiter

Der Rechtsanwalt wartet jetzt auf die schriftliche Begründung der Schließung seitens der Verwaltung. Sie soll ihm bis Montag vorliegen. Erst dann könne entschieden werden, wie gegen die Schließung vorgegangen werden kann, teilte Heinze mit.

Auch Violetta Fett, die Vorsitzende des Betreibervereins des Musiktheaters, hofft, dass die für das kommende Wochenende geplanten Partys regulär stattfinden können. „Ansonsten wäre das für uns eine Katastrophe“, sagte sie. Bereits jetzt sei dem Betreiberverein durch das abgebrochene Konzert ein enormer wirtschaftlicher Schaden entstanden. Die rund 100 Hip-Hop-Fans erhielten am Donnerstagabend ihr Eintrittsgeld zurück. Außerdem mussten die Gagen für den Rapper und seinen Discjockey in voller Höhe ausgezahlt werden.

Bereits im August hatte die Stadt eine Veranstaltung im Bad verboten. Die Technoparty „Apollon’s Park“, bei der Sven Väth auftreten sollte, wurde wegen „mangelhafter Erfüllung von Brandschutz-, Sicherheits- und Lärmschutzanforderungen“, nicht genehmigt.

Tobias Morchner

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