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Aus der Stadt Stadt soll bei „Leinewelle“ helfen
Hannover Aus der Stadt Stadt soll bei „Leinewelle“ helfen
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10:12 11.02.2014
Von Andreas Schinkel
Macht Hannover bald die Welle? SPD und Grüne wollen zumindest darüber nachdenken. Quelle: Rainer Surrey
Hannover

Die Idee, eine stehenden Welle auf der Leine in Höhe des Landtags zu bauen, bekommt jetzt auch Unterstützung aus der Ratspolitik. SPD und Grüne wünschen sich von der Stadt Hannover eine „kompetente Begleitung“ des Vorhabens. Diese Forderung der Ratsmehrheit fand gestern im Sportausschuss sogar die Zustimmung der Opposition – im Gegensatz zu anderen rot-grünen Wünschen. Auch Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) hegt Sympathien für das Projekt. Bereits im Wahlkampf sagte er, dass der Spielplatz für Wellenreiter „zumindest diskutiert und geprüft werden sollte“.

Surfer auf den Wellen der Leine – was nach einem Witz klingt, könnte Wirklichkeit werden. Ein Hannoveraner will direkt vor dem Leinewehr am Landtag eine stehende Welle erzeugen. Kostenpunkt: 400.000 Euro.

Die Idee für die Leinewelle geht auf den Gastronomen und Architekten Heiko Heybey zurück. Er will hinter dem Wehr am Landtag eine künstliche Doppelwelle erzeugen, auf der Freizeitsportler surfen können. Vorbild sind die Wellen auf dem Münchener Eisbach, die sich inzwischen zu einer Touristenattraktion gemausert haben. Heybey und eine ganze Reihe von Unterstützern beziffern die Kosten auf bis zu 400 000 Euro. Der Stadt hat er sein Vorhaben bereits Ende vergangenen Jahres vorgestellt. „Es hat konstruktive Gespräche gegeben“, hieß es vonseiten der Verwaltung. Man hüte sich aber vor einer Bewertung, weil die Stadt möglicherweise auch Prüfbehörde sein wird. Auch Wasserbauexperten der Leibniz Universität konnte Heybey für die Leinewelle gewinnen.

Die sportpolitischen Forderungen für den Haushalt 2014 gingen weit über ein rot-grünes Bekenntnis zum Flusssurfen hinaus. Wie so oft konnte sich die Opposition mit ihren Anträgen nicht durchsetzen. So scheiterte die CDU mit ihrer Idee, die städtischen Bäder künftig von den Stadtwerken betreiben zu lassen, um den Haushalt der Stadt um jährlich rund zwölf Millionen Euro zu entlasten. Andere Städte wie Köln hätten damit gute Erfahrungen gemacht, hieß es zur Begründung. Am Ende setzten sich wieder einmal die Wünsche der rot-grünen Ratsmehrheit durch:

  • Neuer Kunstrasen für TSV Bemerode: Finanziell gesehen ist die Hilfe für die Bemeroder Sportler der dickste Brocken unter den Haushaltsforderungen. Für fast 150 000 Euro soll die Stadt dem drittgrößten Verein Hannovers einen neuen Kunstrasen spendieren. „Das Spielfeld ist trotz intensiver Pflege in einem desolaten Zustand“, sagt Grünen-Sportpolitiker Mark Bindert.
    Der Kunstrasenplatz sei im Winter die einzige Trainingsfläche für 700 Fußballer und im Sommer das alleinige Feld für 300 Hockeyspieler. Daher sei ein neuer Belag dringend geboten. Die CDU schlug sogar vor, ein 1,2-Millionen-Euro-Programm zum Bau von Kunstrasenplätzen aufzulegen. Die Christdemokraten scheiterten aber an der Ratsmehrheit.
  • Neuer Sound im Erika-Fisch-Stadion: Weltmeisterschaften wurden schon im Erika-Fisch-Stadion ausgetragen, der ehemaligen Mehrkampfanlage hinter der HDI-Arena. 2011 trafen dort die Lacrosse-Teams aus aller Herren Länder aufeinander. Doch die Stadiondurchsagen blieben oft unverständlich. Das soll sich jetzt ändern. 100 000 Euro soll die Stadt auf rot-grünen Wunsch in die Hand nehmen, um den Sound zu verbessern. Dabei soll auch auf Anwohner Rücksicht genommen werden.
  • Mehr Geld für Sportstättenbau: SPD und Grüne wollen die Sanierung von Vereinsstätten stärker fördern als bisher. Die Zuwendungen sollen in diesem Jahr um 50 000 Euro aufgestockt werden, ab 2015 um 30 000 Euro.
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