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Aus der Stadt Stadt speichert Blitzerfotos 
fünf Jahre lang
Hannover Aus der Stadt Stadt speichert Blitzerfotos 
fünf Jahre lang
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00:15 24.01.2015
Von Andreas Schinkel
Foto: Reaktion auf gelöschte Blitzerfotos: Die Stadt Hannover hebt die Originalbilder aus den Radarkontrollen jetzt fünf Jahre lang auf.
Reaktion auf gelöschte Blitzerfotos: Die Stadt Hannover hebt die Originalbilder aus den Radarkontrollen jetzt fünf Jahre lang auf. Quelle: Archiv
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 „Unsere Mitarbeiter werten nur die Kopien der Fotos aus, die Rohfassung bleibt erhalten“, sagte Bodemann. CDU-Baupolitiker Felix Blaschzyk fühlte sich an das heikle Thema Vorratsdatenspeicherung erinnert und äußerte Bedenken. „Ein solches Verfahren sollte datenschutzrechtlich überprüft werden“, meinte auch FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke.

Eine Sachbearbeiterin des Tiefbauamts stand kürzlich vor Gericht, weil ihr vorgeworfen wurde, drei Fotos von Temposündern gelöscht zu haben, darunter ein Mitglied der hannoverschen Hells Angels. Letztlich wurde die Frau aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Dennoch offenbarte der Fall erhebliche Sicherheitslücken im Amt. Ein Dutzend Personen hätte die Bilder löschen können, sie hatten alle Zugriff auf das Bearbeitungssystem. Das Passwort hing deutlich sichtbar an einer Pinnwand.

Die Stadt will bei der Auswertung von Blitzerbildern jetzt mehr Sorgfalt walten lassen. „Wir haben eine neue Software angeschafft, sodass es nicht mehr möglich ist, sich unter dem Namen eines Kollegen anzumelden“, berichtet Bodemann in der Ausschusssitzung.

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Eine Sachbearbeiterin des Tiefbauamts war in Hannover angeklagt, drei Fotos von Temposündern gelöscht zu haben - darunter ein Mitglied der hannoverschen Hells Angels. Doch Amtsrichterin Brigitte Bader sprach die 50-jährige Angestellte am Montag in einem Prozess wegen Computersabotage frei.

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