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Aus der Stadt Stadt vergibt ersten Integrationspreis
Hannover Aus der Stadt Stadt vergibt ersten Integrationspreis
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08:40 09.12.2011
Von Veronika Thomas
OB Stephan Weil mit Trägern des Integrationspreises im Rathaus. Quelle: Peters
Hannover

„Es sind die Menschen, die den Prozess der Integration vorantreiben, nicht die wohlmeinenden Konzepte und Papiere“, sagte Oberbürgermeister Stephan Weil am Donnerstagabend zur Begrüßung der rund 140 Gäste aus zahlreichen Nationen im Neuen Rathaus, unter denen auch der türkische Generalkonsul Aydin Ilhan Durusoy war. 81 Vereine, Initiativen und Einzelpersonen hatten sich um Hannovers ersten Integrationspreis beworben, ihre Auszeichnung aber war dann für die meisten eine Überraschung – sie wurde erst während des Abends gelüftet. Und statt, wie sonst üblich, einen ersten, zweiten und dritten Preisträger auszuzeichnen, hatte sich die Jury dafür entschieden, je 10.000 Euro in den drei Kategorien Kultur, Sport und Medien auszuloben. Pro Kategorie wurden vier Initiativen gleichberechtigt ausgezeichnet.

Außerdem wurden sechs Einzelpersonen mit Preisen bedacht, die sich seit vielen Jahren für Integration und Völkerverständigung einsetzen. Zu ihnen gehört Abayomi Bankole, Initiator zahlreicher Projekte und Initiativen, der auch interkulturelle Weihnachtsfeste organisiert. Er erhält ein Preisgeld von 1000 Euro. Ali Faridi, Angehöriger der Glaubensgemeinschaft der Bahai, und der evangelische Christ Ernst-Wolf Kleinwächter erhalten 1500 Euro, weil sie sich seit 20 Jahren für ein friedliches Zusammenleben der Religionen in Hannover engagieren.Die Vorsitzende Koralia Seklar begründete die Entscheidung der Jury, den Integrationspreis zu teilen, mit der großen Vielfalt aktiver Gruppen in Hannover. „Dieser Preis ist auch ein Zeichen der Dankbarkeit und Anerkennung ihrer Arbeit.“ Ausgezeichnet wurden unter anderem der Verein Campuskultur, der ausländischen Studenten deutsche Paten zur Seite stellt. In dem Projekt „Theater mobil“ des Jungen Schauspiels Hannover spielen Menschen unterschiedlichster Herkunft miteinander Theater. Der Verein Karate-Dojo fördert die Integration muslimischer Mädchen, indem diese durch Sport mehr Selbstvertrauen erlangen.

Seit 2009 fördert die Stadt bürgerschaftliches Engagement aus dem „Gesellschaftsfonds Zusammenleben“ mit jährlich 150 000 Euro. Daraus wurde jetzt auch der Integrationspreis finanziert.

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