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Aus der Stadt Stadt verspricht Krippenplätze für alle Ein- und Zweijährigen
Hannover Aus der Stadt Stadt verspricht Krippenplätze für alle Ein- und Zweijährigen
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00:15 16.05.2013
Von Veronika Thomas
Schön bunt: Die Kita „Villa Kinderzeit“ in Bemerode bietet bis zu 95 Kindern einen Betreuungsplatz. Quelle: Philipp von Ditfurth
Hannover

„Wir erreichen unser Neubauprogramm leider nur zu 95 Prozent. Die noch ausstehenden Plätze gehen aber bis zum Jahresende ans Netz“, sagte Sozialdezernent Thomas Walter am Montag bei der Eröffnung der „Villa Kinderzeit“ in Bemerode. Die Kita ist eine von acht Einrichtungen (mit insgesamt 745 Plätzen), die die Stadt im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP) bauen lässt.

Ab 1. August haben 39 Prozent aller Ein- und Zweijährigen einen gesetzlichen Anspruch auf einen Betreuungsplatz; die Landeshauptstadt hat diese Quote auf 54 Prozent erhöht, die sie laut Walter auch erfüllen wird. Ob aber 70 Prozent aller Eltern für ihre Kinder dieser Altersgruppe einen Betreuungsplatz suchen oder deutlich weniger, steht erst im Juni fest, wenn alle Anmeldezahlen vorliegen. „Sollte die Quote von 54 Prozent aber nicht reichen, wird die Stadt im Gespräch den individuellen Bedarf ermitteln und nach einer gemeinsamen Lösung suchen“, verspricht Walter. „Wir können aber nicht garantieren, dass es die Wunsch-Kita im Stadtteil wird.“ Aufgrund der starken Nachfrage sind laut Walter 300 weitere Krippenplätze in Planung. „Hannover wird seine Anstrengungen so lange fortsetzen, bis der Bedarf nach Krippenplätzen gedeckt ist“, betonte Walter.

403 Millionen Euro für die Sanierung und den Bau von Schulen und Kitas

Wirtschaftsdezernent Hans Mönninghoff unterstrich, dass die Stadt von 2006 bis 2012 rund 403 Millionen Euro in die Sanierung und den Bau von Schulen und Kitas investiert habe, davon rund 80 Millionen Euro im Rahmen öffentlich-privater Partnerschaften. Die acht Einrichtungen mit 345 Plätzen für unter Dreijährige und 400 für Kindergartenkinder mit einem Bauvolumen von 20 Millionen Euro werden - nach einer europaweiten Ausschreibung - durch den Wolfenbütteler Investor Carl Schumacher erstellt. Innerhalb von 20 Jahren zahlt die Stadt über die Miete die Baukosten zurück und wird danach Eigentümer der Einrichtungen.

„Wir sind begeistert von diesem Gebäude“, sagte Kita-Leiterin Melanie Pileo-Martinez. In der rund 1000 Quadratmeter großen, komplett barrierefrei errichteten „Villa Kinderzeit“ sollen ab August bis zu 95 Kinder in drei Krippen- und zwei Kindergartengruppen betreut werden, darunter auch behinderte Kinder. Seit Anfang Mai nimmt die Kita schrittweise den Betrieb auf.

Das Gebäude, wie die sieben weiteren Einrichtungen ein Massivbau in Passivhausstandard, verfügt über eine Lüftungsanlage, Lärmschutz und viele liebevolle Details, darunter kleine Fenster in den Waschräumen der Kinder. Geplant und gebaut werden sie von den hannoverschen Büros ahrens grabenhorst architekten und Mosaik Architekten; die Gestaltung der Außenanlagen liegt in den Händen der Büros Grün plan und nsp Landschaftsarchitekten, die ebenfalls aus Hannover kommen. Der 1200 Quadratmeter große Garten in der Bemeroder Börgerstraße verfügt unter anderem über einen umlaufenden Spielweg zum Bobbycarfahren und eine Wasserspielanlage mit Matschtisch.

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