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Aus der Stadt Stadt will Elektrofahrräder verleihen
Hannover Aus der Stadt Stadt will Elektrofahrräder verleihen
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19:49 27.01.2012
Von Bernd Haase
Die Stadt plant Verleih von Elektrofahrrädern. Quelle: dpa
Hannover

Das Projekt wurde vom Wirtschaftsausschuss des Rates vorgestellt. Es soll bei dreijähriger Laufzeit von 2013 an etwa 1,35 Millionen Euro kosten. Die Stadt müsste davon 750.000 Euro zahlen.

Pedelecs sind Fahrräder mit elektrischem Zusatzmotor, der wiederum aus einem Akkumulator gespeist wird. Der Motor bietet Tretkraftunterstützung für eine Reichweite von bis zu 120 Kilometern, bevor er entweder ausgewechselt oder aufgeladen werden muss. Im Gegensatz zu E-Bikes, die eine Höchstgeschwindigkeit von 40 Kilometer pro Stunde erreichen, sind Pedelecs auf Tempo 25 abgeregelt. Weil sich mit diesen Fahrrädern auch längere Strecken, etwa zur Arbeitsstelle, zurücklegen lassen, ohne dass der Fahrer sich verausgaben muss, gelten sie als Alternative zum Auto für Pendler.

Ob sich das in der Realität bewahrheitet, will die Stadt mit dem Verleihsystem herausfinden. Kommt sie beim Schaufenster zum Zuge, wird sie insgesamt zehn Stationen mit je sechs Pedelecs einrichten. Standorte dafür müssen noch gesucht werden, sollen aber vorrangig an Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs liegen. Die Stellplätze erhalten Diebstahlssicherungen und mit Photovoltaik betriebene Ladestationen für die Akkus. Kunden sollen entweder per Internet oder per Handy buchen und zahlen. Für den Betrieb müsste eine Spezialfirma gewonnen werden. Eine, die am Markt aktiv ist, heißt Movelo und sitzt in Bad Reichenhall. Derzeit etablieren die Bayern zusammen mit der Tourismusregion ein Pedelecnetz für den Freizeitverkehr im Großraum Hannover.

Der Pedelecverleih wäre das einzige von 35 Vorhaben im Rahmen des „Schaufensters“, den die Stadt verantwortet. Das Gesamtpaket ist mittlerweile in Berlin vor einer Jury präsentiert worden. Die wird bis Ende März darüber entscheiden, wo die drei bis fünf Modellregionen für die Förderung der Elektromobilität liegen werden. Das Projekt ist lukrativ und deshalb begehrt – insgesamt will der Bund 180 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

Die Metropolregion hat mit den Konzernen VW, Continental und Johnson Controls mächtige Partner aus der Industrie im Boot. Insgesamt wollen sie einschließlich der erhofften Bundeszuschüsse 120 Millionen Euro locker machen. Zu den finanziell umfangreichsten Vorhaben im Raum Hannover gehören der beabsichtigte Kauf von umweltschonenden Hybridbussen für den Stadtverkehr der Üstra sowie Car-Sharing. VW will sein im vergangenen Januar in der Landeshauptstadt an den Start gegangenes Tochterunternehmen Quicar, das Teilautos anbietet, zusätzlich mit Elektrofahrzeugen ausstatten. Überhaupt soll Besitzern von gewerblichen und privaten Elektroautos die Parkgebühr erlassen werden.

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