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Aus der Stadt Keine Wartezeiten im zweiten Rathaus?
Hannover Aus der Stadt Keine Wartezeiten im zweiten Rathaus?
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18:59 14.01.2016
Von Andreas Schinkel
Foto: Ob Beantragung eines Personalausweises oder Änderung einer Kfz-Zulassung – das soll im zweiten Rathaus ohne Wartezeiten möglich sein.
Ob Beantragung eines Personalausweises oder Änderung einer Kfz-Zulassung – das soll im zweiten Rathaus ohne Wartezeiten möglich sein. Quelle: Archiv (Symbolbild)
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„Die Leute wollen nicht mehr warten“, sagt Ordnungsdezernent Marc Hansmann (SPD). Daher sollen alle sieben Abteilungen des Fachbereichs Recht und Ordnung, die in dem Gebäude zusammengefasst werden, eine Terminabsprache übers Internet anbieten. „Vorbild ist für uns das Bürgeramt am Podbi-Park, wo die Wartezeiten sehr kurz sind“, sagt Hansmann. Wenn es doch einmal länger dauern sollte im zweiten Rathaus am Schützenplatz, können Kunden kostenlos mit ihren Smartphones im Internet surfen. „Ein freier Netzzugang (WLAN) dürfte dann Standard sein“, sagt Hansmann.

Ende 2018 soll der Behördenbau fertig sein. Bauträger ist die städtische Immobilientochter Union Boden. Das langgestreckte Gebäude auf dem Grundstück der Zulassungsstelle bietet Platz für 600 Mitarbeiter und bis zu 3600 Kunden pro Tag. Einziehen werden unter anderem das Bürgeramt Mitte zusammen mit der Ausländerbehörde, das Fundbüro, das Standesamt und die Zulassungsstelle. Noch in diesem Jahr soll der Bau starten.

Nach der Fertigstellung mietet die Stadt eine Fläche von rund 20.000 Quadratmetern. Nach Informationen der HAZ beträgt der Mietpreis gut drei Millionen Euro pro Jahr – ein angemessener Preis, wie es aus Kreisen der Ratspolitik heißt. Auch die Energiekosten halten sich in dem Neubau mit bis zu 350.000 Euro in Grenzen. Zum Vergleich: Im maroden Bürgeramt Mitte in der Leinstraße zahlt die Stadt mehr als eine Million Euro pro Jahr für den Energieverbrauch.

„Der Umzug in den Neubau ist ein Quantensprung“, sagt der Ordnungsdezernent. Im Bürgeramt Leinstraße stapelten sich inzwischen Akten auf manchen Fluren, die Atmosphäre des Hauses insbesondere im Bereich der Ausländerbehörde sei düster und unfreundlich. „Das ist keine Willkommenskultur“, sagt Hansmann.

Im neuen Sitz des Fachbereichs soll alles anders werden. Bereits im Foyer werden Kunden bedient, Auskünfte erteilt und kleinere Anliegen rasch abgearbeitet. Eine Cafeteria bietet Snacks und Kaffee an. Zudem erwägt die Stadt, eine Kita in dem neuen Haus unterzubringen. Da nicht alle Büros von der Stadt gemietet werden, könnte ein Hersteller von Kfz-Schildern in dem Gebäude unterkommen. Damit die Bürger mit öffentlichen Verkehrsmitteln schneller zum zweiten Rathaus gelangen, verhandeln die Stadt derzeit mit der Üstra über eine Busstation am Schützenplatz.     

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