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Aus der Stadt Stadt will mehr Kunden auf Wochenmärkte locken
Hannover Aus der Stadt Stadt will mehr Kunden auf Wochenmärkte locken
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21:27 10.05.2010
Von Andreas Schinkel
Erfolgsmodell Südstadt: Mit 80 Ständen ist der Markt auf dem Stephansplatz nicht nur der größte im Stadtgebiet – er zählt auch zu den beliebtesten. Quelle: Martin Steiner

Die Stadtverwaltung hat sich vorgenommen, kränkelnde Wochenmärkte zu stärken: Mehr Werbung sowie eine übersichtlichere Aufteilung der Stände und Schilder, die auf Öffnungszeiten und Warenangebot hinweisen, sollen wieder mehr Kunden anlocken. In einigen Vierteln ist dieses Konzept bereits erfolgreich angewendet worden.

So sind die wenigen Stände, die bisher jeden Dienstag mitten auf dem Klagesmarkt aufgebaut waren, an den Rand des Platzes verschoben worden. Die Händler stehen jetzt hintereinander auf der breiten Fußwegfläche. Das habe den Vorteil, sagt der städtische Marktamtsleiter Michael Flohr, dass der gesamte Parkplatz nicht mehr für vier Marktbeschicker gesperrt werden muss. Die Händler selbst begrüßten diese Veränderung durchaus. „Sogar ein weiterer Stand ist hinzugekommen“, sagt Flohr zufrieden. Am Klagesmarkt steht auch das erste rote Schild, das über Öffnungszeiten und Angebote der Wochenmärkte am Dienstag und Sonnabend informiert. Solche Hinweistafeln sollen künftig an allen Marktstandorten installiert werden.
Den Mühlenberger Markt hat die Stadt ebenfalls neu sortiert, sodass jetzt Obst- und Gemüseangebote auf der einen Seite zu finden sind und Textilien auf der anderen verkauft werden. „Kein Händler ist abgesprungen“, sagt Flohr. Dennoch sei der Flohmarktcharakter verschwunden.

Für den Markt in Mittelfeld hat der Verein „geMit“ einen Fahrdienst organisiert, um auch älteren Menschen das Einkaufsvergnügen auf dem Rübezahlplatz zu ermöglichen. Zudem soll an Markttagen eine Art Caféterrasse für die Kunden eingerichtet werden. Anwohner werden selbst gebackenen Kuchen anbieten und Kaffee ausschenken. „Die Atmosphäre soll dadurch besser werden“, sagt Flohr.

Atmosphäre ist das Schlüsselwort für den Marktamtsleiter, doch die ist nicht so einfach herzustellen. Die Umgebung müsse stimmen: Große Supermärkte sollten nicht in der Nähe sein, aber kleine Geschäfte rund um einen Platz belebten den Markt, sagt Flohr. Das Einzugsgebiet habe ebenfalls Auswirkungen auf einen Markt. „Wo viele Anwohner leben, die frische Ware bevorzugen und auf die Qualität von Lebensmitteln achten, da haben Wochenmärkte gute Chancen“, sagt Flohr. Beispiele für brummende Wochenmärkte mit dem gewissen Etwas sind die Angebote auf dem Stephansplatz in der Südstadt, auf dem Lindener Marktplatz, auf dem Fiedelerplatz in Döhren und auf der Lister Meile.

Sorgen bereitet der Stadt dagegen der Vinnhorster Markt. Eigentlich wollte man im Viertel einen neuen Standort finden, weil der Platz vor dem Rathaus kaum noch angenommen wird. „Bisher haben wir aber keine Alternative entdeckt“, sagt Flohr. Um Kunden auf den kleinen Markt zu locken, hat die Stadt am Vinnhorster Rathausplatz mehrere Kurzzeitparkplätze abgesteckt. Auch zum Ahlemer Markt kommen immer weniger Kunden. „Da müssen wir mehr Werbung machen“, sagt Flohr.

Abstand genommen hat die Stadt von ihrem Plan, das Aussehen der Stände aller Märkte zu vereinheitlichen. Als Vorbild diente der ehemalige Markt vor dem Hauptbahnhof, wo die Farbe von Ständen und Schürzen aufeinander abgestimmt war. „Wir wollten die Marktbeschicker angesichts der prekären wirtschaftlichen Lage nicht zusätzlich belasten“, sagt Flohr.
Wer sich einen Eindruck von den 28 Wochenmärkten in Hannover verschaffen will, kann jetzt auch im Internet nachschauen. Auf www.hannover.de hat die Stadt eine Übersichtskarte eingerichtet sowie Details zu Größe und Warenangebot hinterlegt.

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