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Aus der Stadt Stadtbahnbau Richtung Hemmingen kann starten
Hannover Aus der Stadt Stadtbahnbau Richtung Hemmingen kann starten
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00:30 27.03.2015
Von Bernd Haase
Die Computersimulation zeigt die Stadtbahn zwischen Saarstraße und Reinekestraße. In Richtung Hannover fährt sie auf einem Rasengleis. In der anderen Richtung teilt sie sich die Straße mit dem übrigen Verkehr.
Die Computersimulation zeigt die Stadtbahn zwischen Saarstraße und Reinekestraße. In Richtung Hannover fährt sie auf einem Rasengleis. In der anderen Richtung teilt sie sich die Straße mit dem übrigen Verkehr. Quelle: Infra
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Hannover

Das gesamte Stadtbahnprojekt kostet nach derzeitigem Stand 55 Millionen Euro, von denen die Region etwas mehr als die Hälfte bezahlen wird. Der Rest kommt vom Land. Weil Ende 2019 die bisherigen Förderprogramme für den Nahverkehr auslaufen und noch keine Nachfolgeregelung in Sicht ist, muss der Streckenbau bis dahin abgeschlossen sein.

An der Hemmingen-Trasse ist mit Unterbrechungen elf Jahre geplant worden. Sie kann nur gebaut werden, weil Hannovers südliche Nachbarstadt auch eine neue Umgehungsstraße erhält und damit auf der jetzigen Bundesstraße 3 Platz für einen Gleiskörper entsteht. Bisher ist Hemmingen noch eine der wenigen Kommunen in der Region, die weder über einen Stadtbahn- noch einen ­S-Bahn-Anschluss verfügt.

Das Straßenbauprojekt hat bereits begonnen und soll 2016 so weit gediehen sein, dass die Infra ihrerseits unmittelbar hinter der Stadtgrenze mit den eigenen Arbeiten beginnen kann. Dazu ist notwendig, dass der Autoverkehr dann über eine Querverbindung von der jetzigen Bundesstraße 3 zur Göttinger Chaussee laufen kann. Den entstehenden Platz nutzen die Arbeiter für den Bau zweier Brücken. Dabei klinkt sich die Infra mit dem für sie notwendigen Leitungsbau ein.

Während für den ersten Abschnitt der Stadtbahnverlängerung mit drei Stationen schon eine Baugenehmigung vorliegt, läuft das Verfahren für den zweiten Teil. Die Region rechnet mit einem positiven Bescheid spätestens im kommenden Jahr. Insgesamt soll die neue Stadtbahnstrecke, die an den bestehenden Endpunkt der Linie 17 an der Wallensteinstraße in Oberricklingen anschließt, mehr als drei Kilometer lang werden, durch Hemmingen-Westerfeld führen und kurz hinter der Weetzener Landstraße in Hemmingen enden. Vorgesehen sind sechs Stationen; je drei pro Bauabschnitt. Eine Verlängerung mit zwei weiteren Haltestellen bis Arnum ist eine Option, für die es allerdings bisher noch keine konkreten Planungen gibt.

Hemmingens Bürgermeister Claus Schacht hat während seiner gesamten fast 20-jährigen Amtszeit für die Ortsumgehung und die Stadtbahn gekämpft. „Ich freue mich, dass die Region jetzt mit Hochdruck an der Umsetzung arbeitet. Der Zeitplan ist allerdings sportlich“, sagt er.

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