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Aus der Stadt Stadtverwaltung setzt auf LED-Technik
Hannover Aus der Stadt Stadtverwaltung setzt auf LED-Technik
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20:25 13.11.2012
Von Conrad von Meding
Foto:Test bestanden: Wie hier in der Straße An der Apostelkirche experimentiert Hannover seit einigen Jahren mit dem präzisen Licht fortschrittlicher LED-Leuchten.
Test bestanden: Wie hier in der Straße An der Apostelkirche experimentiert Hannover seit einigen Jahren mit dem präzisen Licht fortschrittlicher LED-Leuchten. Quelle: Christian Behrens
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Hannover

Damit lasse sich enorm Strom sparen, sagt Stadtbaurat Uwe Bodemann mit Blick auf eine jetzt abgeschlossene Testphase. Zudem sei das Licht gezielter einzusetzen als bei herkömmlichen Strahlern. Noch in diesem Jahr sollen 44 Fußgängerüberwege mit LED-Technik beleuchtet werden. Die Stadt hatte dazu beim Bundesumweltministerium einen Zuschussantrag gestellt – und hat jetzt 10 230 Euro für diese Zwecke bewilligt bekommen.

LED gilt als das Wundermittel der Beleuchtungsindustrie. Von der Straßenlaterne bis zum Fernsehbildschirm werden die „Lichtemittierenden Dioden“ eingesetzt, weil sie wenig Strom verbrauchen, sehr farbecht sind und sich exakt steuern lassen. Allerdings hat die neue Technik ihren Preis – wie sich das auf die Anliegerkosten bei Straßenerneuerungen auswirkt, wird sich in Hannover noch zeigen müssen. Dass mit dem Betrieb Kosten gespart werden, ist für die Stadt aber erwiesen. „Mit dem Einbau von LED-Leuchten lassen sich Energieeinsparungen von 30 bis 35 Prozent gegenüber der herkömmlichen Technik erzielen“, sagt Dezernent Bodemann. So könnten die Kosten für die Straßenbeleuchtung „merklich gesenkt werden“.

Die Stadt hatte gemeinsam mit den Stadtwerken in Straßenzügen der Oststadt und der List die LED-Technik unterschiedlicher Hersteller getestet. Kurios: In der Nachbarstadt Langenhagen diente genau dieser hannoversche Test der dortigen Stadtverwaltung dazu, einen flächendeckenden Umbau der Straßenbeleuchtung auf LED abzulehnen. Von 30 Herstellern hätten sich nur drei gefunden, deren Produkte der hannoverschen Ausschreibung „einigermaßen“ genügt hätten, trug Langenhagens Stadtbaurat Carsten Hettwer dort den Ratsleuten vor. In Langenhagen wird nur für den Marktplatz LED-Technik angeschafft – man müsse nicht überall ganz vorn dabei sein, war Tenor der Ratsvertreter.

In Hannover sieht die Verwaltungsspitze das anders. Allerdings betont man dort die hohen Anforderungen, die während der Herstellerauswahl aufgestellt wurden. Die LED-Leuchten müssten natürlich die einschlägigen Prüfzeichen aufweisen und ferner zu reparieren, zu dimmen und universell einsetzbar sein. Zudem müsse der Leuchtkörper leicht austauschbar sein.

Als Zusatzbeleuchtung für Überwege wird jetzt die sogenannte Kofferleuchte des Herstellers Philips eingesetzt, die ihr Licht besonders präzise abgeben soll. Als weitere Leuchten sollen an Straßen der Typ „Ellipse 130 LED“ der Herstellers Hellux und Typ „VFR 530/R65“ des Herstellers WE-EF zum Einsatz kommen.

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