Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Stadtverwaltung zieht ins Bredero-Hochhaus
Hannover Aus der Stadt Stadtverwaltung zieht ins Bredero-Hochhaus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:46 20.03.2010
Von Andreas Schinkel
Auch die VHS soll im Bredero-Hochhaus untergebracht werden. Quelle: Rainer Surrey (Archiv)

Auch die Volkshochschule soll dort einziehen. Noch an zwei weiteren Standorten will die Stadt Büroräume anmieten, zum einen im Telekom-Gebäude an der Rundestraße, zum anderen in einem Haus an der Hildesheimer Straße in der Nähe der Stadtbibliothek.

Schon seit Jahren wird über ein zweites Rathaus diskutiert, in dem viele über das Stadtgebiet verteilt liegende Behörden gebündelt werden könnten. Verschiedene Standorte waren im Gespräch, etwa der Steintorplatz, der Schützenplatz und zuletzt der Raschplatz. Politiker konnten sich vor allem für ein zweites Rathaus auf dem Raschplatz begeistern. Dort hatte die Stadt ursprünglich einen Neubau für die VHS vorgesehen. Würde das künftige Gebäude etwas üppiger ausfallen, hätte die Stadt noch Platz für weitere Büroräume, argumentierte noch vor wenigen Wochen der baupolitische Sprecher der SPD, Thomas Hermann. Doch deutet jetzt alles darauf hin, dass auf dem Raschplatz vorerst kein Neubau entstehen wird.

Vielmehr soll das Bredero-Hochhaus in weiten Teilen entkernt und umfassend saniert werden, damit die Behörden dort einziehen können. Auch die Außenfassade, in der nach Angaben des niederländischen Eigentümers Hans Puis der Schadstoff PCB nachgewiesen wurde, müsste erneuert werden. Mit Asbest seien die Räume nicht belastet, versichert er. „Eine Totalsanierung kostet 15 bis 20 Millionen Euro“, schätzt Puis. Das sei nur über einen Kredit zu finanzieren und der werde ihm nur gewährt, wenn er Mietverträge vorweisen könne. „Aber die Chancen dafür stehen sehr gut“, sagt er.

Viele Stadtbeschäftigten stehen einem möglichen Umzug in frisch sanierte Büroräume prinzipiell positiv gegenüber, ob das aber auch für das Bredero-Hochhaus gilt, bleibt abzuwarten. Bislang haben insbesondere die Mitarbeiter des Fachbereichs Umwelt in der Prinzenstraße über zugige, kalte Räume geklagt. Auch das düstere, ebenfalls sanierungsbedürftige Ordnungsamt in der Leinstraße ist bei den Beschäftigten nicht beliebt. Zu den Bredero-Plänen sagt Hans-Jürgen Jeroschewski, Vorsitzender des städtischen Gesamtpersonalrats: „Es muss sicher gestellt werden, dass die Kollegen nicht in ein mit Schadstoffen belastetes Gebäude ziehen“,

Auf Schadstoffe ist das Bredero-Hochhaus vor drei Jahren mehrfach untersucht worden. Asbestfasern wurden nicht gefunden, wohl aber krebserregende Mineralfasern in der Klimaanlage. Damals wollte das niedersächsische Justizministerium ein Gerichtszentrum in dem Gebäude einrichten. Doch die Richter wehrten sich so vehement, dass der damalige Justizminister Bernd Busemann die Pläne wieder zu den Akten legte. Seitdem hat eine Immobilienfirma immer wieder versucht, Mieter in den Betonklotz am Raschplatz zu locken – ohne Erfolg.

Mehr zum Thema

Eigentlich sollten die Arbeiten an Hannovers neuem Justizzentrum längst in vollem Gange sein, doch beim Land wachsen Zweifel. Im vertraulich tagenden Landeskabinett soll die Rede von großen Finanzproblemen und drohender Zahlungsunfähigkeit gewesen sein.

16.12.2008

Die drei größten Fraktionen im Stadtparlament haben sich dafür ausgesprochen, das Veranstaltungszentrum Pavillon am Raschplatz schon bald umfassend zu modernisieren. Der Tenor bei SPD, CDU und Grünen: Wenn ohnehin geplant ist, aus dem Konjunkturpaket eine Million Euro in Brandschutztechnik zu investieren, müsse die Stadt auch den nächsten Schritt gehen.

Gunnar Menkens 18.10.2009

Das Land tritt von dem im September geschlossenen Mietvertrag für ein Fachgerichtszentrum im Bredero-Hochhaus in Hannover zurück. Der Investor könne seine Zusagen nicht einhalten, sagte Justizminister Bernd Busemann (CDU) am Mittwoch.

17.12.2008

Wer sich in den Teil des Zoos begiebt, wo noch bis in den vergangenen Herbst hinein Wölfe, Karibus und Eulen ihre Unterkünfte hatten, sieht jetzt rot: Über den Winter ist dort die sechste Themenwelt im Tierpark entstanden, das Outback, in dem die Tiere Australiens ihre Heimat gefunden haben.

19.03.2010

An diesem Wochenende beginnt eine spektakuläre Aktion, die helfen soll, den Mord an Monika P. aufzuklären: 1105 Männer aus dem Stadtteil Linden-Süd im Alter zwischen 18 und 70 Jahren sind aufgerufen, sich ab Sonntag am ersten Massenspeicheltest in Hannover zu beteiligen.

Tobias Morchner 20.03.2010
Aus der Stadt Sechs Routen durch Stadt und Region - Hannover sattelt auf

Die Sonne wagt sich langsam heraus, und die Temperaturen steigen. Wer gerne Rad fährt, kann Hannover und die Region ganz neu erleben. Sechs Routenvorschläge weisen Radfahrern zum Saisonbeginn die
 schönsten Wege.

Bernd Haase 02.03.2016