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Aus der Stadt Strom- und Gaspreise im Winter stabil
Hannover Aus der Stadt Strom- und Gaspreise im Winter stabil
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20:51 04.11.2014
Von Jens Heitmann
Foto: Im Wetter erhöhen die Stadtwerke Hannover nur die Kosten für die Fernwärme. Gas- und Strompreis bleiben stabil.
Im Wetter erhöhen die Stadtwerke Hannover nur die Kosten für die Fernwärme. Gas- und Strompreis bleiben stabil. Quelle: Thomas
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Die Preise für Fernwärme hatte das Unternehmen zum 1. Oktober durchschnittlich um 3,7 Prozent erhöht. Verantwortlich dafür sei die Landeshauptstadt, die jetzt erstmals auch für Fernwärme eine Konzessionsabgabe erhebe, hieß es.
Zuletzt hatten die Stadtwerke ihre Strompreise im Januar um 3,5 Prozent erhöht. Das Unternehmen begründete diese Anhebung seinerzeit mit dem Anstieg der Ökostromumlage und dem höheren Entgelt für die Leitungsnetze.

In der Zwischenzeit haben sich die Einkaufskonditionen für Strom und Gas verbessert. Im ersten Halbjahr seien die Preise an der Strombörse für Lieferungen im nächsten Jahr um mehr als 10 Prozent gesunken, heißt es bei den Stadtwerken. „Damit setzte sich der klare Abwärtstrend der Vorjahre weiter fort.“ Verantwortlich dafür seien der Ausbau der erneuerbaren Energien und die fallenden Kohlepreise: „Für 2016 wird mit weiter sinkenden Preisen gerechnet.“ Auch Gas habe sich im Großhandel von Januar bis Juni verbilligt – um knapp fünf Prozent.

Die Stadtwerke wollen die gesunkenen Einkaufspreise vorerst nicht an die Kunden weitergeben. „Wir kennen noch nicht alle Bestandteile unserer Kosten“, sagte Bartels. Das gelte vor allem für jene, die das Unternehmen nicht beeinflussen könne. Während die Ökostromumlage im kommenden Jahr erstmals leicht von 6,24 auf 6,17 Cent je Kilowattstunde sinken wird, rechnet die Branche mit steigenden Entgelten für Netznutzung, die der Ausbau der Leitungen nach sich zieht. „Es ist schon jetzt davon auszugehen, dass die Netzentgelte mehr steigen werden, als die Ökostrom-Umlage sinkt“, sagte Bartels.

Nach Angaben des Branchenverbandes BDEW setzt sich der Strompreis zu 52 Prozent aus Steuern, Abgaben und Umlagen zusammen; 23 Prozent machen die Netzentgelte aus – lediglich über ein Viertel ihrer Tarife bestimmten die Versorger selbst, heißt es in einer Studie.

Schon jetzt zeichnet sich ab, dass sich der Stadtkämmerer in diesem Jahr auf eine deutlich niedrigere Überweisung der Stadtwerke einstellen muss. Für das vergangene Jahr hatte Enercity noch einen Gewinn von 97 Millionen Euro an die städtische Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft abgeführt – künftig werden es etwa zehn Millionen Euro weniger sein, wie Vorstandschef Michael Feist bereits im Sommer erklärt hatte. An diesen Planungen habe sich nichts geändert, hieß es am Dienstag.

Wie alle Versorger mit eigenen Kraftwerken leiden auch die Stadtwerke unter der Energiewende. Weil große Mengen Ökostrom ins Netz drängen, stehen auch die hiesigen Kraftwerke immer öfter still. Aktuell verlieren die Stadtwerke mit ihrer Stromerzeugung Geld – im laufenden Jahr sollen sich die Verluste den Angaben zufolge auf bis zu 25 Millionen Euro summieren.     

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