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Aus der Stadt Stadtwerke ermitteln gegen eigenen Manager – ProKlima-Chef nach Vorwürfen abgelöst
Hannover Aus der Stadt Stadtwerke ermitteln gegen eigenen Manager – ProKlima-Chef nach Vorwürfen abgelöst
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15:22 15.01.2009
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Die überraschende Ablösung des ProKlima-Chefs im Herbst 2008 steht demnach in direktem Zusammenhang mit den Ergebnissen dieser Untersuchung. Eine Unternehmenssprecherin wollte sich dazu nicht äußern: „Zu internen Ermittlungen nehmen wir keine Stellung.“
Der Energieversorger hatte den damaligen ProKlima-Chef Matthias von O. im Oktober in die „Stabsabteilung Unternehmensplanung“ versetzt. Die Stadtwerke erklärten damals, sie wollten einen „ausgewiesenen Fachmann“ auf diesem Posten haben, da man „im Zuge der KlimaAllianz Hannover 2020 auf der Erzeugungsseite den Anteil regenerativer Energien steigern“ wolle. Das sei jedoch nur die halbe Wahrheit, heißt es jetzt. Der eigentliche Anlass für den Wechsel sei der Untersuchungsbericht gewesen.
Die Stadtwerke-Ermittler haben nach Aussage mehrerer Zeugen im Laufe des Jahres 2008 Auskünfte über Geschäftsbeziehungen ihres Managers eingeholt. Deren Angaben zufolge hat von O. unter anderem bei einem Immobilienprojekt seiner Frau mitgewirkt, das mittlerweile bei Gericht anhängig ist. Dass die Stadtwerke nicht schärfer gegen ihren Manager vorgegangen seien, habe mit den Bestimmungen des Arbeitsrechts zu tun, berichtet ein Insider. Die Vorwürfe der Staatsanwälte bezögen sich in erster Linie auf dessen Ehefrau, gegen die mehrere Anklagen anhängig sind. In zwei Fällen ist jedoch auch der frühere ProKlima-Chef mit im Boot:

Bei der Sanierung eines Altbaus lautet die Anklage gegen das Ehepaar auf Baugefährdung und Betrug. Den Beschuldigten wird nach Angaben von Amtsgerichtssprecher Michael Siebrecht vorgeworfen, dass sie den Käufern „bei der Übergabe der Wohnungen schlüssig erklärten, die in den Kaufverträgen vereinbarten Umbaumaßnahmen seien fachgerecht ausgeführt worden und sie somit zur Abnahme der Wohnungen veranlassten, obwohl die vereinbarten Wohnungsdurchbrüche ohne die erforderlichen statischen Berechnungen ausgeführt wurden“. Die Beschuldigten hätte sich durch die so ersparten Kosten einen Vermögensvorteil verschaffen wollen. (Az.: 229 Ds 491 aus 2008)

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Vor dem Amtsgericht Springe lautet die Anklage gegen das Ehepaar nach Angaben von Landgerichtssprecherin Luzia Tischler auf „veruntreuende Unterschlagung und vereitelte Zwangsvollstreckung“. Den Beschuldigten wird vorgeworfen eine Jacht, die eigentlich einer Bank als Sicherheit übereignet war, unter Wert für 15 000 Euro verkauft zu haben. (Az.: 2 Ds 191–08)

Von Jens Heitmann

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