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Aus der Stadt Startschuss für Saison am Maschsee
Hannover Aus der Stadt Startschuss für Saison am Maschsee
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00:15 06.04.2015
Von Mathias Klein
Leinen los: Steffen Steinke mit Jakob und Ruben im Tretboot.
Leinen los: Steffen Steinke mit Jakob und Ruben im Tretboot.  Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Als sich am Karfreitag gegen 13 Uhr die Sonne über dem Maschsee erstmals kurz blicken lässt, beginnt auf dem See das Leben. Robert Aust zum Beispiel macht mit kalten Fingern an der Yachtschule Hannover ein kleines Segelboot startklar. Während sich der 29-Jährige um die Segel kümmert, schöpft seine Freundin Lydia Krüger das Regenwasser der vergangenen Tage aus dem Boot. Beim Segeln werde man schon warm, meint Aust optimistisch. Zwar war der offizielle Start für Segel- und Tretboote bereits am vergangenen Wochenende - doch da war wetterbedingt nur wenig los. Karfreitag trauten sich mehr Hannoveraner aufs Wasser - wenn auch nicht alle aus freien Stücken.

Leinen los am Maschsee: Seit Karfreitag ist die Maschseeflotte der Üstra wieder unterwegs. Auch Tretboote und Segler legen wieder ab.

Steffen Steinke ist es eigentlich viel zu kalt, um aufs Wasser zu gehen. Aber der Vater hat sich von seinen Söhnen Ruben und Jakob zu einer kleinen Tour mit dem Tretboot überreden lassen. „Die Jungs wollten unbedingt, was soll man da als Vater machen?“, fragt er und setzt sich auf die hintere Bootsbank.

Währenddessen hilft Geraldine Eilers, die in den Osterferien bei der Yachtschule jobbt, der dreiköpfigen Bootsbesatzung beim Ablegen. „Irgendetwas stimmt hier nicht“, sagt Ruben, während er mit seinem Bruder in die Pedale tritt. „Wir kommen gar nicht vom Fleck.“ „Da kann auch noch gar nichts passieren, ihr seid noch festgemacht“, sagt Geraldine. Dann bindet die 14-Jährige das Boot vom Pier und die erste Tretbootfahrt der Steffens in diesem Jahr startet.

Ein paar Schritte weiter, an der Haltestelle „Altenbekener Damm“ der Maschseeflotte, herrscht guter Betrieb. Karfreitag ist der erste Tag, an dem ein Schiff der Üstra auf dem See unterwegs ist. Kapitän Paul Gnädig ist zufrieden mit der Zahl seiner Fahrgäste. „Für das Wetter ist das eigentlich ganz gut“, sagt der 56-Jährige am Steuer der „Deutschland“. Familie Böhlke aus Elze-Wittenburg (Kreis Hildesheim) macht indes einen „richtig schönen Ausflug“, wie Eberhard Böhlke berichtet. Mit den beiden Töchtern und drei Enkeltöchtern haben die Böhlkes erst die Fernsicht vom Turm des Neuen Rathauses genossen. Jetzt steigen sie zu Kapitän Gnädig an Bord. „Eigentlich wollten wir im Tretboot auf den See, das war uns aber zu kalt“, sagt Eberhard Böhlke.

Mathias Klein 06.04.2015
06.04.2015
Jörn Kießler 03.04.2015