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Aus der Stadt Staus nach schweren Unfällen
Hannover Aus der Stadt Staus nach schweren Unfällen
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20:33 01.09.2009
Von Vivien-Marie Drews
Unsichtbare Gefahr: Auf der A 2 strömt am Dienstag gasförmiges Argon aus einem Lkw. Quelle: Christian Elsner

Gegen 15.30 Uhr verunglückte auf der A 2 nahe Langenhagen ein Gefahrguttransporter. Menschen kamen nicht zu Schaden. Nach Angaben der Polizei hatte der 47-jährige Fahrer das Spezialfahrzeug unmittelbar vor dem Unfall wegen des stockenden Verkehrs abgebremst und war dann wieder angefahren. Der 44-jährige Fahrer eines nachfolgenden Sattelzugs schätzte die Situation offenbar falsch ein. Anstatt sein Fahrzeug ebenfalls abzubremsen, behielt er das Tempo bei und fuhr auf den Gefahrguttransporter auf. Durch den Zusammenstoß wurde ein Ventil an dem Spezial-Lkw beschädigt. Etwa 800 Kilogramm des nicht brennbaren Stoffes Argon traten aus. Während die Feuerwehr den Schaden behob, musste die A 2 aus Sicherheitsgründen in beide Richtungen für etwa eine Stunde gesperrt werden. Dadurch kam es während des Berufsverkehrs zu kilometerlangen Rückstaus.

Bereits am Dienstagmorgen hatte die Polizei die A 2 nach einem schweren Unfall mit vier beteiligten Fahrzeugen in Höhe der Anschlussstelle Lehrte für rund fünf Stunden teilweise sperren müssen. Dort war auf der Fahrbahn in Richtung Dortmund ein 55-jähriger Lkw-Fahrer gegen 8.30 Uhr auf den Sattelzug eines 57-Jährigen aufgefahren. Durch den Aufprall schob sich der Lkw auf ein vorausfahrendes Wohnwagengespann, das wiederum gegen einen weiteren Lkw prallte. Alle beteiligten Personen wurden nur leicht verletzt. Den entstandenen Schaden schätzt die Polizei auf rund 100.000 Euro.

Pendler, die Hannover am Dienstagmorgen über die A 7 aus südlicher Richtung erreichen wollten, standen ebenfalls im Stau. Nach einem Unfall mit einem Todesopfer zwischen der Anschlussstelle Drispenstedt und dem Dreieck Hannover-Süd sperrte die Polizei die Fahrbahn in Richtung Norden für rund zehn Stunden. Nach Angaben der Autobahnpolizei war der 45-jährige Fahrer eines Muldenkippers aus Hamburg in der Nacht zum Dienstag wegen eines Motorschadens auf dem Standstreifen liegen geblieben. Ein 54-jähriger Lkw-Fahrer fuhr mit seinem Sattelzug ungebremst auf das stehende Fahrzeug auf. Offenbar war er direkt in Höhe des liegengebliebenen Lkw nach rechts von der Fahrspur abgekommen. Durch den Aufprall schob sich der leere Aufbau des Muldenkippers in das Fahrerhäuschen und zerquetschte den 45-Jährigen, der dort auf die Pannenhilfe wartete. Der Mann war sofort tot.

Die 16-jährige Laura Isbanner kann nun doch am Sonntag mit ihren Mitschülern zur Abschlussfahrt der zehnten Klasse nach Italien starten. Die DAK schickte am Dienstagnachmittag per Fax eine Zusage zur Übernahme der Kosten in Höhe von 5200 Euro für die beiden zur Begleitung notwendigen Krankenschwestern.

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Für den 11. Oktober steht die nächste große Bombenräumung an: 17.000 Einwohner im südlichen Langenhagener Stadtgebiet sowie in Vahrenheide müssen ihre Wohnungen an dem Tag verlassen. Auch die Autobahn 2 wird zeitweilig gesperrt, wenn die Spezialisten an insgesamt vier Stellen anrücken.

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Der für Oktober angesetzte Prozess gegen die Internistin Mechthild Bach wird das hannoversche Landgericht weitaus stärker beschäftigen als erwartet. Zwölf Monate nach der Absetzung des ersten Verfahrens hat die Staatsanwaltschaft eine zusätzliche Anklage wegen Totschlags in fünf weiteren Fällen gegen die Krebsspezialistin erhoben.

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