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Aus der Stadt Stiftung sammelt 60.000 Euro
Hannover Aus der Stadt Stiftung sammelt 60.000 Euro
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09:54 31.01.2014
Von Veronika Thomas
Foto: Ricarda und Udo Niedergerke.
Ricarda und Udo Niedergerke. Quelle: Wallmüller
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Hannover

Die Ricarda- und Udo-Niedergerke-Stiftung hat im vergangenen Jahr eine Rekordspendensumme in Höhe von 60.000 Euro gesammelt. „Das ist unser bisher bestes Ergebnis“, sagte der Internist im Ruhestand, Udo Niedergerke, der die Stiftung mit seiner Ehefrau Ricarda 2008 mit einem Grundkapital von 60.000 Euro unter dem Dach der Bürgerstiftung gegründet hatte. Allein eine Kunstauktion in der Langenhagener Galerie Depelmann im Oktober 2013 brachte einen Erlös von 30.000 Euro. „Dafür sind wir wochenlang durch halb Niedersachsen gefahren, um die Bilder einzusammeln“, berichtet Udo Niedergerke. Weitere Spenden wurden bei Benefizveranstaltungen, darunter Golfturniere und Konzerte, zugunsten der Stiftung gesammelt.

Wie in den vergangenen Jahren sollen aus dem Erlös auch 2014 der Kontaktladen „Mecki“ und die „Malteser Migrantenmedizin“ finanziell unterstützt werden. Fortgeführt wird das Üstra-Projekt „Fahrkarten für Wohnungslose“ in Zusammenarbeit mit der Caritas und dem Straßenmagazin „Asphalt“. Auch das zunächst auf ein Jahr befristete Modellprojekt zur Betreuung von Flüchtlingen des Caritas-Verbands, „Raphaelo“, das die Niedergerke-Stiftung im vergangenen Jahr mit 31 000 Euro finanziert hat, wird voraussichtlich verlängert.

Um Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisengebieten in ihrem Bemühen um Integration zu unterstützen, werden sie nach ihrem Auszug aus dem Wohnheim in eigene Wohnungen von einer Sozialarbeiterin begleitet und betreut. Das von der Universität Hannover wissenschaftlich begleitete Projekt läuft sehr erfolgreich, inzwischen engagieren sich zusätzlich drei ehrenamtliche Mitarbeiter, die die Kinder der Betroffenen zeitweilig betreuen. Ziel ist es allerdings, dass die Politik die Finanzierung des Projekts übernimmt.

Fortgesetzt wird auch das mit dem Diakonischen Werk begonnene Programm zur Beratung und Begleitung von Migranten DiaMiPa. Neben diesen großen Vorhaben zur Unterstützung der „Ärmsten der Armen“ hilft die Stiftung Bedürftigen in individuellen Notsituationen – etwa bei der Kostenübernahme von Zahnersatz oder Sehhilfen.

Andreas Schinkel 31.01.2014
Bernd Haase 31.01.2014
Tobias Morchner 30.01.2014