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Aus der Stadt Stöckener Bad droht die Schließung
Hannover Aus der Stadt Stöckener Bad droht die Schließung
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20:07 14.09.2010
Von Andreas Schinkel
Zuschussgeschäft: Für jeden Badbesucher zahlt die Stadt Hannover 6,50 Euro drauf. Quelle: Christian Burkert

In der Debatte um Einsparungen im städtischen Haushalt ist jetzt auch das Stöckener Bad in den Fokus gerückt. Seit Jahren gehen die Besucherzahlen zurück und auch für 2010, so zeigt die neueste Statistik der Stadt, ist keine Besserung in Sicht. Zudem zahlt die Stadt für jeden Badbesucher 6,50 Euro drauf, wie Kämmerer Marc Hansmann in der Bürgerdiskussion vergangene Woche erläuterte. Deshalb erwägt man nun im Finanzdezernat, das Bad zu schließen. „Ich habe das Stöckener Bad als Beispiel für hohe Subventionen nicht zufällig ausgewählt“, sagte Hansmann am Dienstag. Er habe das Bad ebenso „im Visier“ wie das Museum August Kestner, das ebenfalls mit hohen Beträgen bezuschusst wird.

Ratspolitiker mögen sich mit einer Schließung des Stöckener Bads nicht anfreunden, gestehen aber zu, dass es so nicht weitergeht. „Schwimmvereine könnten das Bad übernehmen“, sagte SPD-Ratsherr Andreas Bergen. Auch sollte geprüft werden, ob das Bad mit seiner hohen Wassertemperatur und seiner behindertengerechten Ausstattung nicht besser als Gesundheitsbad vermarktet werden könnte.

In der Tat hat die Stadt vor fünf Jahren 263 000 Euro investiert, um das Bad für Behinderte attraktiv zu machen. So wurde etwa ein Lift installiert, mit dem sich Gäste ins Wasser hieven können. Die hannoverschen Behindertenverbände wurden dennoch nicht auf das Bad aufmerksam. „Wir gehen traditionell ins Anderter Bad“, sagte eine Sprecherin der Hannoverschen Werkstätten. Einzig die Veranstalterin der Behinderten-Wettkämpfe „Special Olympics“, Sabine Schmitz, schwört auf den Standort. „Eine tolle Einrichtung. Wenn das Bad wirklich schließt, müssen wir unsere Schwimmwettkämpfe in zwei Jahren absagen“, meinte sie.

Im Sportausschuss hatte der städtische Sportmanager Klaus Timaeus angedeutet, mit dem Stöckener Volkswagenwerk über das Bad verhandeln zu wollen. „VW könnte die Einrichtung als Betriebsbad nutzen“, sagte Timaeus. Auch die Grünen sind von dieser Möglichkeit angetan. Die CDU dagegen will am Badbetrieb festhalten. „Die Stadt müsste nur mehr Werbung machen“, sagte Fraktionschef Jens Seidel. Lediglich die FDP liegt auf der Linie des Kämmerers. „Langfristig muss sich die Stadt vom Bad trennen“, sagte FDP-Ratsherr Jens Meyburg.

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