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Aus der Stadt Stöckener Raubmörder in Bayern auf Beutezug?
Hannover Aus der Stadt Stöckener Raubmörder in Bayern auf Beutezug?
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18:42 12.06.2015
Von Tobias Morchner
Foto: Ist nun anscheinend in Bayern unterwegs: der Stöckener Supermarktmörder.
Ist nun anscheinend in Bayern unterwegs: der Stöckener Supermarktmörder. Quelle: Polizei
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Hannover/Hof

Der mutmaßliche Raubmörder von Stöcken ist derzeit offenbar in Bayern auf Beutezug. Die Staatsanwaltschaft Hannover überprüft derzeit drei Überfälle innerhalb einer Woche auf Supermärkte in Oberfranken, die von einem 40 bis 50 Jahre alten, bewaffneten Mann mit osteuropäischem Akzent begangen wurden. Die Beschreibung des Täters aus Bayern passt exakt zu den Fotos, die die Polizei vom mutmaßlichen Raubmörders aus Stöcken veröffentlicht hat. Bislang sind sich die Behörden sicher, das bundesweit insgesamt 14 Raubüberfälle auf das Konto des Osteuropäers gehen.

Die Polizei sucht mit diesen Fotos nach dem Mann, der einen NP-Markt in Stöcken überfallen hat.

Die Serie von Raubüberfällen in Bayern begann am 3. Juni. Kurz vor Ladenschluss gegen 20 Uhr hielt sich noch ein Kunde in dem Lidl-Supermarkt in der Christoph-Klauß-Straße in Hof. Der Täter, der eine Mütze trug, trat auf die Kassiererin zu, bedrohte sie mit einer Waffe und verlangte Bargeld. Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, gab er mehrere Schüsse aus seiner Waffe ab und versuchte, Geldscheine aus der Kasse zu nehmen. Als der Versuch fehl schlug, trat der Mann die Flucht zu Fuß an.

Genau eine Woche später schlug er erneut in einer Lidl-Filiale zu, diesmal in Kulmbach. Er konnte mit mehreren hundert Euro Beute auf einem Fahrrad vom Tatort flüchten. Einen Tag später überfiel der Täter erneut einen Supermarkt in Pegnitz. Auch in diesem Fall erbeutete der bislang unbekannte Mann eine größere Summe Bargeld.

Die Polizei fahndet weiterhin nach einem Supermarkträuber, der bereits zahlreiche Discounter in Niedersachsen und NRW überfallen hat. Der Serientäter, der Anfang Dezember 2014 einen NP-Markt in Hannover ausraubte und dabei den 21-jährigen Joey K. erschoss, wird mittlerweile mithilfe von zahlreichen Fahndungsfotos gesucht. Eine Übersicht.

Die hohe Frequenz, in der der Gesuchte seine Überfälle verübt, spricht für die Theorie der Ermittler. Die Fahnder nehmen an, dass der Täter unter enormen Druck steht und regelmäßig große Summen Bargeld benötigt. Möglicherweise ist er spiel- oder drogensüchtig.

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