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Aus der Stadt Stolperstein 
erinnert an
 Kurt Schwitters
Hannover Aus der Stadt Stolperstein 
erinnert an
 Kurt Schwitters
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00:15 20.11.2015
Von Simon Benne
Kurt Schwitters 1944 in London. Quelle: Sprengel-Museum
Hannover

Mehr als 55.000 Stolpersteine hat der Künstler Gunter Demnig in ganz Europa verlegt – und damit 55.000 Monumente im Miniaturformat geschaffen, die im Gehwegpflaster an die Schicksale von NS-Opfern erinnern. Doch die Stolpersteine, die er am Freitag in Hannover verlegen wird, sind auch für ihn etwas Besonderes: Um 9 Uhr wird der Künstler in der Waldhausenstraße 5 Steine für Kurt Schwitters und dessen Sohn Ernst Schwitters ins Pflaster einbetten. „Kurt Schwitters war einer der wichtigsten Künstler des 20. Jahrhunderts“, sagt Demnig. „Ich freue mich sehr darauf – das geht mir wirklich nahe.“

Der von den Nazis verfemte Dadaist Schwitters hatte die NS-Zeit – anders als die meisten Menschen, an die mit Stolpersteinen erinnert wird – überlebt. Er floh 1937 nach Norwegen, später ging er nach England, wo er 1948 starb. Sein Sohn, der Fotograf Ernst Schwitters, lebte mit ihm im Exil. Er wurde 1996 auf dem Engesohder Friedhof beerdigt. „Zu den NS-Opfern gehören auch jene Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten“, sagt Demnig. In Hannover hat er seit Dezember 2007 bislang 285 Gedenksteine an 100 Orten verlegt.

Am Freitag wird er 
28 weitere Stolpersteine setzen: Gegen 9.50 Uhr an der Kramerstraße 19 für die jüdische Familie Eigermann. Gegen 10.15 Uhr, Minister-Stüve-Straße 4, für die jüdische Familie Sock. Gegen 10.40 Uhr, Lenaustraße 11, für die als Jüdin verfolgte Margarete Scheele. Gegen 11.05 Uhr, Grotefendstraße 4, für die jüdische Familie Bachrach. Gegen 11.30 Uhr, Gerberstraße 6, für Eduard Lintner, der als Kranker verfolgt wurde. Gegen 11.55 Uhr, Postkamp 18, für die jüdische Familie Bachrach. Gegen 12.20 Uhr, Cillienstraße 6, für den politisch Verfolgten Wilhelm Fahlbusch. Gegen 13.15 Uhr, Eichstraße, für die jüdische Familie Herzberg. Gegen 13.40 Uhr, Eichendorffstraße 1, für die als Jüdin verfolgte Rosa Oppenheim Gegen 14.05 Uhr, Berliner Allee 34, für die jüdische Familie Frenkel.     

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