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Aus der Stadt Streifzüge durch die Historie der Leinestadt
Hannover Aus der Stadt Streifzüge durch die Historie der Leinestadt
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09:06 13.12.2011
Spielerisches Wissen: Die Quizspielreihe „Anno Domini“ beschäftigt sich mit der Historie Hannovers. Quelle: Martin Steiner
Hannover

Spätestens bei der Giraffe kommen auch versierte Historiker ins Schwitzen. Wer weiß schon, wann in Deutschland erstmals eine Giraffe gezeigt wurde? Und wer weiß schon, wann die hannoversche Grupenstraße sich in Deutschlands erste Fußgängerzone verwandelte? Und wer weiß, wann genau Herbert Schmalstieg Oberbürgermeister wurde?

Buchstäblich spielerische Antworten auf diese Fragen bietet jetzt die exklusive Hannover-Edition der erfolgreichen Quizspielreihe „Anno Domini“. Ekkehard Oehler-Austin, Autor der HAZ-Stadtführer „Mittendrin“ und „Extratour“, hat dem von zwei Schweizern entwickelten Kartenquiz gewissermaßen hannoverschen Geist eingehaucht. Denn viele Fragen drehen sich um die Landeshauptstadt. Auf 336 Kärtchen sind Ereignisse aus der Historie beschrieben, auf der Rückseite steht das Datum dazu – und die Teilnehmer dürfen darum wetteifern, diese in die richtige Reihenfolge zu bringen. Kurzweiliger kann eine Geschichtsstunde nicht sein als mit diesem Kaleidoskop aus Prinzenprügel und Pokalsieg, U-Bahn-Bau und Wasserkunst-Abriss.

Natürlich ist es nicht lebensnotwendig zu wissen, dass Hannover 1754 die Tabaksteuer einführte. Oder dass die Tierärztliche Hochschule 1778 als „Ross-Arzeney-Schule“ eröffnete. Oder, dass 1826 vor dem Leineschloss die ersten gasbetriebenen Straßenlaternen Deutschlands brannten. Aber es macht Spaß, bei diesen Streifzügen durch die Historie das vertraute Hannover als Heimat von Tapetenkleister und Leibniz-Keks, von Schallplatte und Motorflug neu zu entdecken.

Dabei birgt das Spiel manche Überraschung: Wann zum Beispiel kam wohl bei einer Schlägerei zwischen Schülern zweier verfeindeter Schulen ein Junge ums Leben? Die Antwort: Anno 1475 – damals herrschte Zwist zwischen der Konfessionsschule und der Ratsschule. Früher war also nicht alles besser als, sagen wir, 1972 – als Schmalstieg Oberbürgermeister wurde. Oder als im Jahr 1954, als die Grupenstraße zur Fußgängerzone wurde. Zu diesem Zeitpunkt waren Giraffen in deutschen Zoos schon lange keine Seltenheit mehr: Das erste dieser Tiere hatte übrigens Kaiser Friedrich II. den staunenden Deutschen im Jahr 1220 präsentiert.

lok

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