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Aus der Stadt Streik bremst die Justiz aus
Hannover Aus der Stadt Streik bremst die Justiz aus
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15:42 19.03.2014
Von Michael Zgoll
Quelle: Kristoffer Finn
Hannover

Mehrere Verhandlungen an Amts- und Landgericht, besonders die frühen Vormittagstermine, starteten mit Verspätung, zahlreiche Verkehrsbehinderungen störten die Kreise der Justiz. Etliche Zeugen hatten sich auf ihr Rad geschwungen, um ja nichts zu verpassen, in einer Scheidungsangelegenheit kam die Ehefrau mit hochrotem Kopf ins Amtsgericht gejoggt. Mit einer ganzen Stunde Verzug – um 10 Uhr statt um 9 – begann der zweite Verhandlungstag im Korruptionsverfahren gegen einen Mitarbeiter des niedersächsischen Straßenbauamtes. Richterin Catharina Schwind war schon deutlich früher als sonst in Celle losgefahren; allerdings hatte sie nicht damit gerechnet, mit ihrem Auto geschlagene zwei Stunden bis zum Amtsgericht am Volgersweg zu brauchen. „Am schlimmsten war es in der Walderseestraße“, stöhnte sie.

Richter Reinhard Wiehe, aus Westen kommend und 30 Minuten früher als sonst losgefahren, steckte irgendwann in Linden fest. Am Schützenplatz streckte er die Waffen, rangierte seinen Wagen aus dem Stau heraus und machte sich zu Fuß auf den Weg zum Amtsgericht. Seine erste Verhandlung dieses Tages begann um 9.52 Uhr, mit 22-minütiger Verspätung. Zur Mittagszeit, sieben Verhandlungstermine später, wusste Wiehe stolz zu berichten, dass er den Rückstand am Ende auf fünf Minuten reduziert hatte. Geärgert hat sich der Jurist trotzdem, war er doch in seiner langjährigen Tätigkeit am Gericht bislang noch nie zu spät gekommen und hatte auch nur einmal überraschend gefehlt: am 20. Februar 1995, als sein Sohn geboren wurde.

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