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Aus der Stadt Üstra wird im März 2014 zwei Tage lang bestreikt
Hannover Aus der Stadt Üstra wird im März 2014 zwei Tage lang bestreikt
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14:41 23.03.2015
Von Bernd Haase
Erst am Mittwoch wurde in Hannover gestreikt. Jetzt soll Hannover zwei Tage am Stück lahm gelegt werden. Quelle: Schledding

Infos zum Üstra-Streik am Montag, 23. März 2015, finden Sie hier.

Nach der Erstauflage am vergangenen Mittwoch müssen sich die Hannoveraner am Dienstag und Mittwoch kommender Woche erneut mit einem Warnstreik im öffentlichen Dienst arrangieren. Am ersten Tag sind alle Bereiche betroffen, was unter anderem bedeutet, dass die städtischen Kitas wieder geschlossen bleiben. Der Streikaufruf der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di für Mittwoch betrifft ausschließlich Nahverkehrsunternehmen. Als Konsequenz bleiben Busse und Bahnen der Üstra an beiden Warnstreiktagen ganztägig in den Depots. Die S-Bahnen und Regiobusse fahren dagegen.

Während der Kundgebung am 19. März zogen Tausende Streikende durch die Innenstadt von Hannover.

Die Tarifverhandlungen für 2,1 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen sind am Freitag in Potsdam ergebnislos vertagt worden; Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter berichteten aber hinterher von Annäherungen. Am 31. März werden sich beide Seiten zur dritten Verhandlungsrunde treffen. Die Gewerkschaften fordern unter anderem einen einheitlichen Sockelbetrag von 100 Euro monatlich sowie einen Aufschlag von 3,5 Prozent auf Löhne und Gehälter.

Den zweitägigen Streik bei der Üstra begründete ein ver.di-Sprecher mit einem sogenannten bundesweiten Nahverkehrstag am Mittwoch. Hintergrund ist, dass für die Beschäftigten der öffentlichen Verkehrsunternehmen zusätzliche Wünsche in Form von Aufschlägen beim Weihnachts- und Urlaubsgeld bestehen. Üstra-Personalvorstand Wilhelm Lindenberg hatte diese Forderungen in der Vergangenheit als deftig bezeichnet. Am Freitag kommentierte das Unternehmen die Entwicklung nicht, sondern bat lediglich die Fahrgäste um „Verständnis für Unannehmlichkeiten“.

Die Gewerkschaft ver.di hatte am 19. März zu einem Warnstreik in Hannover aufgerufen. Betroffen waren die Kommunen, also Stadtbahnen und Busse der Üstra, städtische Kitas, Müllabfuhr, aha-Betriebshöfe sowie städtische Ämter und Einrichtungen wie Schwimmbäder.

Zum Streik am Dienstag sind die Verwaltungen von Region und Stadt, der Abfallzweckverband aha und das Klinikum der Region aufgerufen. Fest steht, dass der Müll an diesem Tag liegenbleibt und die Wertstoffhöfe und Deponien in der Region nicht öffnen. Welche Einrichtungen der Stadtverwaltung außer den Kitas betroffen sind, stand noch nicht fest. Zu rechnen ist wieder mit Schließungen oder zumindest eingeschränkten Öffnungszeiten bei Bürgerämtern, Schwimmbädern und Bibliotheken.

Die Hannoveraner werden den Streik vermutlich noch an anderer Stelle spüren. Die Stadt ist am Dienstag nach Informationen der HAZ Schauplatz einer zentralen Kundgebung für Niedersachsen und Bremen, zu der mehrere Tausend Streikende zu Demonstrationszügen und einer Abschlusskundgebung auf den Opernplatz kommen sollen. Als Hauptredner wird der ver.di-Bundesvorsitzende Frank Bsirske gegen 11.30 Uhr erwartet. Die Gewerkschaft hat für heute eine Presseerklärung angekündigt.

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