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Aus der Stadt Streik soll vor allem S-Bahnen lahmlegen
Hannover Aus der Stadt Streik soll vor allem S-Bahnen lahmlegen
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08:02 15.10.2014
Von Jörn Kießler
Foto: Vor allem Berufspendler müssen sich Mittwoch und Donnerstag auf Behinderungen einstellen – genau wie in der Nacht zum Mittwoch der vergangenen Woche.
Vor allem Berufspendler müssen sich Mittwoch und Donnerstag auf Behinderungen einstellen – genau wie in der Nacht zum Mittwoch der vergangenen Woche. Quelle: Eberstein
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„Wenn in Deutschland gestreikt wird, dann natürlich auch in Hannover“, sagte der hannoversche GdL-Vorsitzende Jan Manfras am Dienstag auf Anfrage der HAZ. Wie in der vergangenen Woche habe der Ortsverein jedes der 350 Mitglieder, das heute im Dienst sei, zum Arbeitskampf aufgerufen.

Vor allem Berufspendler müssen sich Mittwoch und Donnerstag auf Behinderungen einstellen – genau wie in der Nacht zum Mittwoch der vergangenen Woche. Ab 14 Uhr fahren die in der GdL organisierten Lokführer noch den nächsten Bahnhof an, dort stellen sie dann jedoch die Arbeit ein. Für die Reisenden bedeutet das, dass sie ab dort auf andere Verkehrsmittel umsteigen müssen. In erster Linie ist am Mittwoch erneut der S-Bahnverkehr betroffen, da dort ein Großteil der organisierten Bahnmitarbeiter tätig ist. Bereits bei dem Streik in der vergangenen Woche fielen hauptsächlich Züge im Nahverkehr in Hannover und dem Umland aus.

Das große Chaos blieb dort jedoch aus. Durch die frühzeitige Ankündigung hatten sich viele Bahnreisende auf die Ausfälle und Verspätungen eingestellt, die sich auch noch bis in die Mittagsstunden nach Streikende zogen. Viele Pendler wichen auf das Auto als Verkehrsmittel aus, was nach Informationen der Verkehrsmanagementzentrale der Region zu volleren Straßen führte. Betroffen waren vor allem die Schnellwege rund um Hannover, wo der Berufsverkehr zudem früher begann als gewohnt.

Taxiunternehmen setzt mehr Fahrer ein

Diesmal könnte das anders aussehen, da die GdL nur 20 Stunden vor Beginn des Ausstandes über den Streik informierte. Viele Reisende hatten so nicht mehr die Möglichkeit ihre Tickets umzubuchen oder auf ein anderes Reisemittel umzusteigen. „Wir werden deshalb auch wieder alles aufwarten, was wir haben“, sagt „Hallo-Taxi“-Geschäftsführer Reinhard Bellmann. Nicht nur alle 600 Taxen des Unternehmens werden am Mittwoch in Hannover im Einsatz sein. „Wir werden genau wie das letzte Mal die Anzahl unserer Mitarbeiter am Servicepoint im Hauptbahnhof erhöhen“, sagt Bellmann.

Statt einem werden dort drei Personen helfen, die gestrandeten Reisenden auf Hotels, Taxen und andere Verkehrsmittel zu verteilen, um sie nach Hause zu bringen oder ihnen einen Bleibe für die Nacht zu organisieren. „Bei dem Streik vor einer Woche haben wir bis morgens um sechs Uhr durchgearbeitet“, erklärt Bellmann. Für Mittwoch geht er von demselben Aufkommen aus.

Beim Teilautoanbieter Stadtmobil hingegen erwartet Sprecherin Judith Siano einen entspannten Tag. „Wir rechnen nicht damit, dass die Zahl der Stadtmobil-Nutzer durch den Streik erkennbar steigt“, sagt sie. Die Gemeinschaftsautos würden vor allem von Hannoveranern genutzt, die auch im Stadtgebiet arbeiten. „Ein Üstra-Streik würde uns da mehr fordern, allerdings auch nicht an die Belastungsgrenze bringen“, sagt Siano.

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