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Aus der Stadt Streit um Kündigung: Arbeitsverhältnis unklar
Hannover Aus der Stadt Streit um Kündigung: Arbeitsverhältnis unklar
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00:15 24.09.2017
Von Michael Zgoll
Hannover

Um eine fristlose Kündigung aus Februar 2017 wird derzeit vor dem Arbeitsgericht gerungen, die Kernfrage lautet: Ist der 44-Jährige freier Mitarbeiter (wie von Channel 21 ins Feld geführt) oder Arbeitnehmer mit Kündigungsschutz? In einer Sitzung vor der 8. Kammer des Arbeitsgerichts signalisierte der Vorsitzende Michael Seutemann, dass das Gericht von einer Scheinselbstständigkeit ausgeht. Daraufhin stimmten die Parteien einem Vergleichsvorschlag zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses und der Zahlung einer Abfindung von 50 000 Euro zu - mit einer Widerrufsfrist von zwei Wochen.

Der in Köln wohnende Techniker begann 2001 bei einem Vorgänger von Channel 21, dem RTL Shop, zu arbeiten. Seit wenigen Jahren pendelt er nach Hannover, kommt bei 12 Einsatztagen plus Sonntagszuschlägen pro Monat auf ein Einkommen von 4583 Euro. Doch 2016 fehlte er gelegentlich wegen einer Erkrankung, auch soll es Querelen im Team gegeben haben. Als er seinem Arbeitgeber klarmachte, dass er den Rauswurf nicht akzeptiert, schickte dieser im März und Mai zwei außerordentliche Kündigungen hinterher. Der Techniker habe einen Kollegen bedroht und beleidigt. Im August reichte Channel 21 noch etliche Beschwerdebriefe von Kollegen ein - die aber fast alle den gleichen Wortlaut aufwiesen. Zudem folgte eine Gegenklage. Sollte der Techniker als sozialversicherungspflichtiger Um eine fristlose Kündigung aus Februar 2017 wird derzeit vor dem Arbeitsgericht gerungen, die Kernfrage lautet: Ist der 44-Jährige freier Mitarbeiter (wie von Channel 21 ins Feld geführt) oder Arbeitnehmer mit Kündigungsschutz?Arbeitnehmer eingestuft werden, müsse er als Ausgleich zu einem tariflichen Entgelt mehr als 91 000 Euro an den Sender zurückzahlen.

In erster Linie interessierte sich das Arbeitsgericht gestern für den Zuschnitt der Arbeit. Channel-21-Anwalt Martin Cohnen wies darauf hin, dass der 44-Jährige als Bildmischer eine kreative Tätigkeit mit künstlerischen Freiheiten ausgeübt habe. Dies bestritt Michael Timpf, Anwalt des geschassten Mitarbeiters, energisch. Sein Mandant habe als Bildmischer, Bildingenieur, Toningenieur und Kameramann gearbeitet. Seine Aufgaben seien in keiner Weise kreativ, sondern folgten nur den routinierten, technischen Gesetzmäßigkeiten von TV-Verkaufssendungen. Auch sei er fest in Dienstpläne eingebunden gewesen und habe die technische Ausrüstung von Channel 21 genutzt.

Richter Seutemann sagte, es sei offenbar wenig sinnvoll, dass der 44-Jährige an seinen Arbeitsplatz zurückkehrt. Hier widersprachen ihm die Anwälte nicht - die Frage ist nur, ob beide Seiten die Abfindung von 50 000 Euro akzeptieren.

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