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Aus der Stadt Streit um Sprengel-Bau geschlichtet
Hannover Aus der Stadt Streit um Sprengel-Bau geschlichtet
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00:30 21.06.2015
Von Andreas Schinkel
Der Streit um die Baukosten drehte sich um den Rohbau und dabei besonders um die komplizierte Betonfassade.
Der Streit um die Baukosten drehte sich um den Rohbau und dabei besonders um die komplizierte Betonfassade. Quelle: dpa/Archiv
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Ein Schiedsgutachter hat festgelegt, dass die Stadt von den strittigen Baukosten in Höhe von gut drei Millionen Euro nur 860 000 Euro zahlen muss. Die Baufirma verzichtet auf den Rest der Summe.

Anlass des Streits waren Verzögerungen beim Rohbau und vor allem bei der Errichtung der komplizierten Betonfassade. Stadt und Baufirma gaben sich gegenseitig die Schuld. Um einen Baustopp abzuwenden, schaltete die Stadt den Schiedsgutachter ein. Die Zeit drängte, denn die Stadt musste den Bau fristgerecht fertigstellen, um in den Genuss von EU-Fördermitteln in Höhe von 11,6 Millionen Euro zu kommen. Auf das Gesamtbudget für den Anbau hat der Ausgang des Streits kaum Auswirkungen. Die Stadt hatte ursprünglich eine Zahlung von gut einer Million Euro an die Baufirma veranschlagt.

Konflikt um Eröffnung entschärft: Der neue Museumstrakt öffnet am 18. September für geladene Gäste. Nach Informationen der HAZ war geplant, die „Freunde des Sprengel Museums“ nicht einzuladen. Der Verein hatte dafür gesorgt, dass mehr als vier Millionen Euro Spenden für den Anbau zusammenkamen. Gestern aber erweiterte Oberbürgermeister Stefan Schostok die Gästeliste schnell um die Förderer. Sprengel-Tochter Angela Kriesel darf nun auch eine Rede halten. Einen Tag später öffnen sich die Türen für alle Bürger.

Andreas Schinkel 21.06.2015
18.06.2015