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Aus der Stadt Streit um Wahl des TiHo-Präsidenten
Hannover Aus der Stadt Streit um Wahl des TiHo-Präsidenten
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10:05 12.03.2015
Von Veronika Thomas
Der alte und der neue Präsident? Gerhard Greif. Quelle: Ralf Decker
Hannover

„Die Wahl fällt in die Amtszeit des alten Senats, deshalb wird er den Präsidenten wählen“, heißt es dazu aus der TiHo-Pressestelle. Das ist formaljuristisch zwar korrekt, „hat mit einem demokratischen Verständnis aber nur wenig zu tun“, meint ein Teil der Professorenschaft. Gewählt werden soll am 17. März; quasi als letzte Amtshandlung des alten Senats.

Das Brisante an der Wahl: Der alte Senat wird den bisherigen, bei Professoren durchaus umstrittenen Hochschulpräsidenten Gerhard Greif mit hoher Wahrscheinlichkeit wiederwählen. Das zumindest befürchten Greifs Kritiker, von denen es offenbar nicht wenige an der TiHo gibt. Greif ist seit 2002 im Amt. „Der neue Senat würde ihn niemals wählen“, heißt es aus Professorenkreisen. „Deshalb sieht es jetzt so aus, als ob die Wahl noch schnell über die Bühne gebracht werden soll.“ Außer Gerhard Greif steht ein weiterer Kandidat zur Wahl des Hochschulpräsidenten.

Vor einem Jahr hatte der 62-jährige TiHo-Präsident angekündigt, sein Amt für weitere vier Jahre führen zu wollen. Seine Amtszeit endet am 31. Dezember 2015. Bei einer daraufhin vom Senat einberufenen Professorenversammlung stimmten 33 Professoren gegen eine Verlängerung Greifs im Amt - nur sechs stimmten dafür. Dieses Stimmungsbild gab den Ausschlag, eine Findungskommission einzurichten, um die Stelle auszuschreiben und neu zu besetzen. Zwölf Bewerbungen gingen bei der Findungskommission ein, vier Kandidaten wurden schließlich eingeladen, darunter auch der Bewerber Gerhard Greif.

Am 24. Februar stellten sie sich vor; trotz Semesterferien soll der Hörsaal voll gewesen sein. „Zwei Kandidaten waren brillant, die schwächste Vorstellung hat der bisherige Präsident abgegeben“, sagt ein Professor. Wider Erwarten habe die Findungskommission, überwiegend Duzfreunde Greifs, wie Insider berichten, den Amtsinhaber als Nummer eins auf die Kandidatenliste gesetzt - unter Ausschluss der Hochschulöffentlichkeit.

Anfang Januar wurde der 13-köpfige Senat turnusgemäß für zwei Jahre neu gewählt. „Dieses Gremium spiegelt die neuen Mehrheitsverhältnisse der TiHo wider“, sagt ein Mitarbeiter. Nur zwei von sieben Professoren hätten dem alten Senat angehört, fünf seien neu im Amt, darunter erstmals drei Professorinnen. Unverständlich sei, dass der neue Senat jetzt nicht zum Zuge kommen soll, obgleich diese Wahl wichtige Weichen für die Zukunft stelle. „Das ist so, als ob der Bundestag in der letzten Sitzung seiner Legislaturperiode den Bundeskanzler wählen würde“, sagt ein Professor. „Hätte der alte Senat Rückgrat, würde er diese Entscheidung dem Nachfolgegremium überlassen.“ Die TiHo wollte offiziell keine Stellung beziehen.

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