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Aus der Stadt Streit um geplante Sperrung der Uferstraße
Hannover Aus der Stadt Streit um geplante Sperrung der Uferstraße
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10:14 08.09.2011
Von Conrad von Meding
Umstritten ist der Vorschlag, das Rudolf-von-Bennigsen-Ufer am Maschsee an Wochenenden zu sperren. Quelle: Rainer Dröse
Hannover

Die Idee des CDU-Ratsherrn Dieter Küßner, an Wochenenden das Rudolf-von-Bennigsen-Ufer am Maschsee auf Höhe Altenbekener Damm zu sperren, um Anlieger und See-Flaneure vor Motorradlärm zu schützen, hat beim politischen Gegner Erstaunen ausgelöst. „Gerade Dieter Küßner ist immer der Erste gewesen, der bei jedem Vorschlag zur Verkehrsberuhigung geltend gemacht hat, dass sich kein Verkehr zur Hildesheimer Straße hin verlagern darf“, sagt Michael Dette (Grüne).

CDU-Mann Küßner will für die Uferstraße eine Wochenendsperre ähnlich wie in der Waldchaussee zwischen Zoo und Steuerndieb – allerdings nur in der Sommerzeit und nicht bei 96-Heimspielen. FDP-Politiker Wilfried Engelke findet die Idee zu kompliziert: „Kein Autofahrer weiß am Ende, ob gesperrt sein wird oder nicht – und steht dann vor der Sperre.“

Thomas Hermann (SPD) nennt die Küßner-Vorschläge eine „Wahlkampfklamotte“ und „widersinnig“, da konsequenterweise auch die Nebenstraßen gesperrt werden müssten, um Schleichverkehr zu verhindern. Und Jens Böning („Die Hannoveraner“) mutmaßt, dass die CDU kurz vor der Wahl „noch mal schnell ein paar ,grüne‘ Stimmen abgreifen“ wolle. Grüne und FDP sind sich aber mit der CDU einig, dass an der Uferstraße dringend etwas geändert werden müsse – nur das Mittel scheint umstritten. Auch die Radfahrerlobby des ADFC begrüßte am Mittwoch das Einlenken der CDU in der Frage einer Beruhigung der Uferstraße. Über konstruktive Vorschläge wolle man gerne in der neuen Ratsperiode diskutieren.

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