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Aus der Stadt Studierende protestieren gegen Leistungsdruck
Hannover Aus der Stadt Studierende protestieren gegen Leistungsdruck
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17:11 20.05.2015
Etwa 100 Studierende haben am Opernplatz gegen Leistungsdruck an Universitäten demonstriert. Quelle: dpa
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Hannover

Ihrer Kritik an der Hochschulpolitik haben rund einhundert Studenten und Schüler bei einer Demonstration am Mittwoch in Hannover Luft gemacht. Die Teilnehmer wenden sich gegen "soziale Ausschlüsse, undemokratische Verhältnisse und prekäre Arbeitsbedingungen im deutschen Bildungswesen". Von der Oper wollten die Teilnehmer durch die City ziehen und eine Abschlusskundgebung vor dem Landtag abhalten. Der Gesetzentwurf zur geplanten Novellierung des Niedersächsischen Hochschulgesetzes sei nicht umfassend genug, beklagten die Demonstrierenden aus Hannover, Bremen, Lüneburg, Vechta, Hildesheim, Frankfurt und Göttingen.

"Wir fordern einen studentischen Vize-Präsidenten und damit mehr Mitspracherecht für die Studierenden, aber auch für die Mitarbeiter an Hochschulen", sagte Mitinitiator Sandro Philippi. Neben der Demokratisierung der Hochschulen sind die Abschaffung von Studiengebühren mit Langzeitgebühren und Verwaltungskosten, das Verbot von Rüstungsforschung sowie eine Transparenzklausel für die Verwendung von Drittmitteln zentrale Forderungen. "Die Forschung an Hochschulen sollte von Staat und Öffentlichkeit finanziert werden, damit Forschungsergebnisse offengelegt werden", sagte eine Studentin. Das "Gesetz zur Stärkung der Beteiligungskultur innerhalb der Hochschulen" der rot-grünen Landesregierung durchläuft derzeit die Verbandsanhörung.

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"Lernfabriken...meutern!" lautet das Motto von etwa 100 Studenten, die am Mittwochnachmittag vor dem Opernplatz demonstriert haben. Sie beteiligten sich mit ihrem Protest an einer bundesweiten Kampagne, die auf schlechte Arbeits- und Studienbedingungen für junge Menschen in der Bundesrepublik aufmerksam machen will.

gum/lni

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