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Aus der Stadt Prüftermine: Studenten protestieren vor der Uni 
Hannover Aus der Stadt Prüftermine: Studenten protestieren vor der Uni 
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00:16 24.11.2017
Gegen zentrale Prüfungstermine: Studenten protestieren vor der Uni Hannover. Quelle: Heidrich
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Hannover

 Die Proteste der Studenten gegen eine Vereinheitlichung der Prüfungszeiträume reißen nicht ab. Mehr als 150 Studierende vornehmliche naturwissenschaftlicher Fachrichtungen haben sich am Dienstag mit Trillerpfeifen und Transparenten vor dem Hauptgebäude versammelt. „Die Bauingenieure sagen Nein“ stand auf einem Banner, „Die Biologen sagen Nein“ auf einem anderen.  Auf dem Hauptplakat ist ein Skelett abgebildet und der Spruch „Warten auf die nächste Chance, die Prüfung zu machen“.

Die Proteste an der Universität Hannover gegen zentrale Prüfungstermine reißen nicht ab.  Am Dienstag haben mehr als 150 Studenten vor dem Hauptgebäude mit Trillerpfeifen demonstriert.

Die Proteste richten sich gegen die Pläne des Uni-Präsidiums zum nächsten Sommersemester die Prüfungstermine zu zentralisieren. Damit würde der bislang in vielen Studiengängen übliche zweite Termin zum Nachschreiben in der vorlesungsfreien Zeit entfallen. Die Studenten befürchten dadurch deutliche längere Studienzeiten und weniger Flexibilität. Viele könnten ihre Bafög-Ansprüche verlieren. Von den Plänen sind rund 12.000 Studenten betroffen, es geht um 100.000 Prüfungen jährlich.

Uni-Präsident Volker Epping hatte zunächst einen Kompromissvorschlag angeboten, wonach jeweils ein zehntägiger Zeitraum für Wiederholungen im Wintersemester und im Sommersemester vorgesehen ist, einmal vom 5. bis 15. November, und dann noch einmal vom 5. bis 15. Mai. 

Zweiter Prüfungstermin den Ferien gefordert

„Das hilft uns nicht“, sagt Johann Janssen, ein Sprecher des Aktionsbündnisses gegen die Vereinheitlichung der Prüfungszeiträume, in dem sich rund 50 Fachschaften, Hochschulgruppen und der Allgemeine Studierenden Ausschuss (Asta) organisiert haben. Benötigt werde ein Nachschreibtermin in der vorlesungsfreien Zeit, damit man sich in Ruhe auf die Prüdungen vorbereiten könne. 

„Wenn es schon zentrale Prüfungstermine gegeben hätte, hätte mein Studium mindestens vier Semester länger gedauert“, sagt Felix Leuoth.  Er studiert Mahematik auf Lehramt und schreibt gerade an seiner Masterarbeit.  Er protestiert, auch wenn ihn die veränderte Prüfungsordnung persönlich gar nicht mehr betrifft: „Das wird aber heftig für alle, die nach mir kommen, da will ich ein Zeichen setzen.“

Ein etwa 40 Jahre alter Passant sagt, er würde die Kritik nicht verstehen: „Ich habe in England studiert, da waren alle Prüfungen hintereinander, zack zack, Nachschreibtermine gab es nicht.“ 

„Früher ging alles zack zack hintereinander“

Uni-Präsident Epping sucht indes das Gespräch mit den rund 200 pfeifenden Studierenden und verspricht ihnen, gemeinsam nach einem Kompromisslösung zu suchen. Nach dem Gespräch mit Epping zeigen sich die Sprecher des Aktionsbündnisses „vorsichtig optimistisch“. Die ursprünglich geplante Vereineintlichung der Prüfungszeiträume auf nur noch einen Termin pro Semester sei vom Tisch, sagt Sprecher Christian Kretzschmar. Man werde gemeinsam mit der Uni-Leitung nach einer Lösung suchen,  die sowohl den Studierenden gerecht werde als auch die Verwaltung entlaste. Bis dahin werde das Bündnis aber weiter seine Kritik vorbringen.

Am Mittwoch tagt der Senat, die Studenten wollen mit einer „stillen Parade“ von der Mensa zum Hauptgebäude nochmal ihre Meinung kundtun. Von der Tagesordnung der Senatssitzung ist das Thema erstmal heruntergenommen worden. Vor Ende Dezember soll über die neuen Prüfungstermine nicht entschieden werden. 

Von Saskia Döhner

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