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Aus der Stadt Nach dem Sturm: Endstation Hannover
Hannover Aus der Stadt Nach dem Sturm: Endstation Hannover
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21:52 28.10.2013
Der Sturm hat den Bahnverkehr in Norddeutschland stark beeinträchtigt. Quelle: Philipp von Ditfurth
Hannover

Betroffen waren am Montag fast alle Strecken: Der 16-Uhr-Zug nach Berlin-Ostbahnhof fuhr erst um 19 Uhr, stundenlange Verzögerungen gab es auch in Richtung Göttingen und Hamburg, Züge nach Kiel fielen komplett aus. Verärgerung gab es mal wieder wegen der mangelnden Informationspolitik der Bahn. Am Serviceschalter bildeten sich schnell lange Warteschlangen, die bis zur Gepäckaufbewahrung reichten.

Am Hauptbahnhof hat der Herbststurm ab Montagmittag chaotische Zustände ausgelöst.

Wenn sich Mitarbeiter der DB-Sicherheitssparte blicken ließen, waren sie wegen ihrer Uniformen schnell von Fragenden umringt, konnten aber auch nicht helfen. Auch monierten Reisende, dass immer wieder Züge angekündigt würden, die dann doch nicht fuhren: „Man hetzt zum Gleis und wird dann wieder weggeschickt“, sagte ein Wartender entnervt.

Renate Kraft traf der Sturm auf der Durchreise mit ihrer Freundin von Gera nach Bremen, wo die beiden einen fünftägigen Kurzurlaub verbringen wollten. „Ich stehe jetzt schon so lange der Schlange und warte auf eine Auskunft“, sagte sie abends: „Ich weiß nicht, ob wir heute überhaupt aus Hannover wegkommen – den ersten Urlaubstag können wir wohl abschreiben.“ Helga Bock, die sich auf dem Rückweg von Frankfurt nach Stralsund befand, richtete sich bereits auf eine Nacht in der Bahnhofsmission ein.

Mit Windgeschwindigkeiten bis zu 162 Kilometern pro Stunde ist Orkantief „Christian“ Ende Oktober über Deutschland gezogen. In Hannover blieben die Schäden vergleichsweise gering.

Die Strecke Hannover-Magdeburg-Berlin war am Montagabend wegen Schäden an den Oberleitungen noch gesperrt. Nur vereinzelt fuhren Züge über Wittenberge und Stendal nach Berlin. Die Schnellstrecke Hannover-Berlin ist seit dem Juni-Hochwasser nicht befahrbar und wird erst am 4. November wiedereröffnet.

Tobias Morchner / dpa

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