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Aus der Stadt Sturmschäden halten Feuerwehr in Atem
Hannover Aus der Stadt Sturmschäden halten Feuerwehr in Atem
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14:58 11.01.2015
Foto: An der Kirchröder Straße hatte Orkan "Felix" mehrere Bäume umgeknickt, die auf die Stadtbahngleise zu stürzen drohten.
An der Kirchröder Straße hatte Orkan "Felix" mehrere Bäume umgeknickt, die auf die Stadtbahngleise zu stürzen drohten. Quelle: Dillenberg
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Hannover

Schwere Sturmböen erreichten die Landeshauptstadt vor allem in der Zeit zwischen 14.15 und 16.30 Uhr. Die Feuerwehr Hannover musste im ganzen Stadtgebiet wegen umgestürzter Bäume und herabgefallener Äste ausrücken. Auch im Umland waren die Einsatzkräfte sehr aktiv.

Weil an der Kirchröder Straße in Kleefeld mehrere Bäume auf die Oberleitungen zu fallen drohten, wurde der Verkehr der Stadtbahnlinie 5 für mehrere Stunden unterbrochen. Der Wirt der Waldschänke Kirchröder Turm hatte um 14.24 Uhr die Feuerwehr alarmiert, weil der Wind in der Eilenriede drei Buchen entwurzelt hatte. Nur eine Eiche verhinderte noch, dass die Bäume auf die Straße stürzten.

Weil die Sicherheit für den öffentlichen Nahverkehr nicht mehr gewährleistet werden konnte, durften die Stadtbahnlinie 5 sowie die Buslinien 123 und 124 den Bereich nicht mehr durchfahren. Die Üstra richtete daraufhin einen Ersatzverkehr ein. Außerdem war die Kirchröder Straße auch für den Autoverkehr gesperrt.

Die Feuerwehr war dort etwa drei Stunden beschäftigt. Die Einsatzkräften hoben die bis zu 25 Meter hohen Bäume zunächst an, zerteilten sie dann mit Motorsägen und legten das Holz schließlich in der Eilenriede ab. Neben den drei umgestürzten Buchen musste auch die Eiche gefällt werden, nachdem Fachleute des städtischen Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün die Standsicherheit des Baumes nicht mehr garantieren konnten. Gegen 17.40 Uhr wurde die Kirchröder Straße wieder freigegeben.

Das Orkantief „Felix“ hat einen Feuerwehreinsatz an der Kirchröder Straße in Hannover ausgelöst. Mehrere Bäume wurden durch den Sturm beschädigt und drohten auf die Stadtbahngleise zu kippen.

Im Sonnenweg in der Südstadt wehte der Sturm gegen 15.50 Uhr das Dach eines Fahrradständers vom Gelände des Krankenhauses Henriettenstift. Das 80 Kilogramm schwere Blechdach flog über eine 1,80 Meter hohe Mauer und landete auf zwei geparkten Autos. Ein 1er-BMW und ein Honda Jazz wurden dabei stark demoliert. Die Feuerwehr schätzt den Schaden auf mindestens 10.000 Euro.

In der Fröbelstraße in Linden-Nord brachte der Sturm einen Dachdeckeraufzug in Schräglage, wie Anwohner gegen 15.40 Uhr bemerkten. „Durch den starken Wind waren offensichtlich einige Haltebolzen abgebrochen, sodass der 18 Meter hohe Aufzug auf die Straße zu fallen drohte", berichtete Feuerwehrsprecher Rainer Kunze. Von einer Drehleiter aus sicherten die Einsatzkräfte die Konstruktion mit Draht und starken Leinen.

Feuerwehr warnt: Wälder und Grünanlagen meiden

Laut den Vorhersagen der Wetterdienste werden die heftigen Sturmböen auch in der Nacht und am Sonntag über Hannover wehen. Die Feuerwehr empfiehlt daher, Wälder und Grünanlagen mit Bäumen zu meiden. „Die Wurzeln im aufgeweichten Boden bieten nicht ausreichend Halt gegen die vom Wind verursachten Kräfte“, warnt Feuerwehrsprecher Kunze.

Bereits am Freitag war Sturmtief „Elon“ über die Region Hannover hinweggefegt, die Feuerwehr Hannover wurde zu mehreren Einsätzen gerufen. Vor allem zwischen 10 und 14 Uhr gingen in der Leitstelle Meldungen zu umgestürzten Bäumen und herabgefallenen Ästen ein. Am Nachmittag riefen Mitarbeiter der Universität die Feuerwehr zu Hilfe: An der Herrenhäuser Straße auf dem Gelände des Instituts für Landschafts- und Freiraumarchitektur drohte ein Baum auf ein Wohnhaus zu fallen. In der Eilenriede blockierten umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste die Spazierwege.

Der Nachfolger, Orkantief „Felix“, bringt seit Sonnabendmorgen Orkanböen nach Norddeutschland, besonders stark sind die Auswirkungen an der Küste und auf dem Brocken. Auf dem höchsten Berg des Harzes wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 160 Stundenkilometern gemessen.

frs/cli

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