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Aus der Stadt Sturmtief „Mike“ fegt Bäume um
Hannover Aus der Stadt Sturmtief „Mike“ fegt Bäume um
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10:41 31.03.2015
Quelle: Michael Thomas
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Hannover

In Mittelfeld wurde ein 52-jähriger Feuerwehrmann bei nächtlichen Aufräumarbeiten verletzt. Er musste in einer Klinik versorgt werden. Feuerwehr und Polizei registrierten mehr als 70 Einsätze.

Bahnreisende waren von den Folgen des Sturms ebenfalls betroffen. Wegen umgestürzter Bäume war unter anderem die Strecke von Hannover nach Hamburg bis in den Vormittag blockiert. Die Züge wurden teils über Bremen umgeleitet. Auch auf der Strecke zwischen Hannover und Berlin gab es Behinderungen. Einige Züge hatten deshalb mehr als eineinhalb Stunden Verspätung.

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Wegen eines Sturms musste die Feuerwehr Hannover ausrücken. 

Massive Beeinträchtigungen gab es im Stadtbahnverkehr der Linie 8. Auf der Strecke zwischen Friedhof Seelhorst und Messe Nord war die Oberleitung durch den Sturm beschädigt worden: Eine Pappel war auf die Oberleitung der Stadtbahntrasse gestürzt. Als die Feuerwehrleute den Baum zersägten, schleuderte ein Stück des Stammes hoch und traf einen 52 Jahre alten Feuerwehrmann. Der Helfer wurde so schwer verletzt, dass er ins Krankenhaus gebracht werden musste. Die Stadtbahnverbindung war den ganzen Tag über gesperrt. Die Üstra setzte Busse als Ersatz ein.

Auch im Umland hatten die Helfer alle Hände voll zu tun. So war in Burgdorf die Gartenstraße von den frühen Morgenstunden bis gegen 10.30 Uhr gesperrt. Dort waren Dachziegel auf die Straße geweht worden. Die konnten zwar schnell weggeräumt werden, doch weil immer noch die Gefahr bestand, dass sich weitere Ziegel lösen und wieder auf die Straße fliegen, hatte die Polizei Fußweg und Straße gesperrt. In Wunstorf kippte ein 20 Meter hoher Nadelbaum auf ein Wohnhaus.

Vorerst können die Meteorologen keine Entwarnung geben. Auf Mike folgt heute das Sturmtief „Niklas“. Die Windgeschwindigkeit sollen noch einmal zulegen. Der Deutsche Wetterdienst erwartet Böen von mehr als 100 Kilometern pro Stunde.

Von Melanie Huber, Stefan Bürgel und Tobias Morchner

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