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Aus der Stadt Sudanesen besetzen Botschaft in Berlin
Hannover Aus der Stadt Sudanesen besetzen Botschaft in Berlin
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15:24 11.02.2015
Von Tobias Morchner
Die Flüchtlinge vor der sudanesischen Botschaft in berlin. Quelle: oh
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Hannover

Die Flüchtlinge vom Weißekreuzplatz forderten unter anderem, dass der wegen des Verdachts von Menschenrechtsverstößen mit internationalem Haftbefehl gesuchte Machthaber im Sudan, Omer Al Bashir, endlich zur Verantwortung gezogen wird. Nach Angaben von Augenzeugen hatte die Polizei zahlreiche Einsatzkräfte rund um das Botschaftsgebäude zusammengezogen. Allerdings blieb die Lage friedlich. Auf einem Banner, den die zehn Demonstranten außen an der Botschaft angebracht hatten, war "Menschenrechtsverbrecher, al-Bashir - vor den Gerichtshof" zu lesen. Nach der dreistündigen Protestaktion verließen die Demonstranten das Gebäude nach Angaben der Polizei freiwillig. Gegen sie wurde Anzeige wegen Hausfriedensbruchs erstattet.

Sudanesische Flüchtlinge aus Hannover haben die Botschaft in Berlin besetzt.

Eine Sprecherin der Flüchtlinge, die in Hannover seit dem vergangenen Mai in einem Protestcamp auf dem Weißekreuzplatz wohnen, sagte, der Protest sei friedlich verlaufen. Deutschland unterstütze die Diktatur in dem afrikanischen Land, in dem es die Geschäftsbeziehungen zum Sudan fördere. Außerdem verschließe es die Augen vor dem Bürgerkrieg dort.

Die rund 80 Sudanesen haben ihr Protestcamp in Hannover auch über den Winter aufrechterhalten, obwohl die Polizei ihnen verboten hatte, das Zeltlager winterfest zu machen und zu beheizen. Im Dezember hatte ein Feuer zwei der Zelte zerstört. Die Flüchtlinge protestieren unter anderem dagegen, dass Deutschland im Asylverfahren aus ihrer Sicht die Willkürherrschaft und Gewalt im Sudan nur unzureichend würdigt, so dass nur wenige Flüchtlinge anerkannt werden.

(mit: dpa)

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