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Aus der Stadt Syrer gesteht Angriff auf Schwangere
Hannover Aus der Stadt Syrer gesteht Angriff auf Schwangere
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19:13 19.09.2017
Quelle: Kristoffer Finn
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Mutter und ungeborenes Kind überlebten die Attacke des syrischen Flüchtlings in einer Mühlenberger Wohnung auch aufgrund eines Sinneswandels von A., der die Frau verband und Rettungskräfte alarmierte. Die 21-Jährige versuchte kurz darauf sogar, einem Ex-Freund die Bluttat in die Schuhe zu schieben. Wie der 23-Jährige dem Schöffengericht unter Vorsitz von Ulrich Kleinert erklärte, habe er 2012 in Syrien sein Abitur gemacht und ein Studium begonnen. Dann sei er in einem Militärgefängnis gefoltert worden, habe später mit den kurdischen Peschmerga gegen den „Islamischen Staat“ gekämpft. 2015 sei er über die Türkei nach Deutschland geflohen. Die Beziehung zu der 21-Jährigen sei von Eifersuchts- und Trennungsszenen geprägt gewesen. Dabei hätten ihn immer wieder Albträume heimgesucht, auch habe er sich zweimal selbst verletzt.

Ein Gutachter wollte nicht ausschließen, dass A. aufgrund seiner Kriegserlebnisse unter affektiven Störungen und einer posttraumatischen Belastungsstörung leidet. Das könnte bei der Urteilsfindung am kommenden Dienstag eine Rolle spielen.

miz

Michael Zgoll 22.09.2017
19.09.2017