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Aus der Stadt TUI gewinnt im Streit um laute Kinder
Hannover Aus der Stadt TUI gewinnt im Streit um laute Kinder
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08:24 12.07.2013
Von Juliane Kaune
Kinderlärm ist kein„minderungsrelevanter Reisemangel“: Die Tui hat am Donnerstag einen Prozess in Hannover gewonnen.
Kinderlärm ist kein„minderungsrelevanter Reisemangel“: Die Tui hat am Donnerstag einen Prozess in Hannover gewonnen. Quelle: Symbolfoto
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Hannover

Das hat das Amtsgericht Hannover am Donnerstag entschieden. Geklagt hatte ein Ehepaar mittleren Alters, das auf der griechischen Insel Rhodos Urlaub in einem Hotel machte, in dem laut Reisekonzern TUI keine Kinder anzutreffen sein sollten. Tatsächlich aber war das Paar von diversen italienischen Großfamilien umgeben, deren Kinder bis in die Abendstunden gut zu hören waren. 80 Prozent des Reisepreises in Höhe von 2906 Euro wollten die Kläger darum von der TUI erstattet bekommen. Das Amtsgericht wies die Klage ab.

Nach Ansicht von Amtsrichter Martin Strube ist Kinderlärm kein „minderungsrelevanter Reisemangel“. Selbst wenn ein Reiseveranstalter sich an bestimmte Zielgruppen wendet und Kunden ausschließt, die nicht ins Raster passen, sei eine derart hohe Entschädigung, wie sie das Paar erstreiten wollte, nicht gerechtfertigt. Den von der TUI gewährten Schadenersatz in Höhe von 20 Prozent des Reisepreises hält Strube für ausreichend. Die erste Rate für das genervte Paar gab es schon direkt auf Rhodos.

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