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Aus der Stadt Täter übergießt Opfer mit kochendem Wasser
Hannover Aus der Stadt Täter übergießt Opfer mit kochendem Wasser
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20:56 17.02.2015
Von Tobias Morchner
Maksim B. soll zwei Menschen brutal malträtiert haben. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Man kann sich nur schwer vorstellen, dass der schüchtern dreinblickende, junge Mann mit den halblangen Haaren und weißrussischem Pass auf der Anklagebank zu diesen Taten fähig gewesen sein soll. Möglicherweise leidet Maksim B. allerdings unter einer gravierenden psychischen Störung. Darauf deutet eine Entscheidung hin, die das Gericht am Dienstag fällte, bevor die Öffentlichkeit bis zur Urteilsverkündung von dem Verfahren ausgeschlossen wurde. Die Kammer hob den Haftbefehl gegen den 21-Jährigen auf und ordnete die Unterbringung in einer psychiatrischen Anstalt an. Nach HAZ-Informationen soll er darüber hinaus regelmäßig Drogen konsumiert haben.

Maksim B. soll dem Vernehmen nach verärgert darüber gewesen sein, dass sein Bekannter Dennis S. und seine Ex-Freundin Ella A. ein Verhältnis miteinander hatten - und darüber, dass sie ihn anlogen, als er sie danach fragte. Als Maksim B. den beiden auf die Schliche kam, soll er ausgerastet sein. Am 1. August des vergangenen Jahres malträtierte er Dennis S. in seiner Wohnung in der Göttinger Chaussee auf üble Art und Weise - eben unter Benutzung von Cellophanfolie, Hammer und kochendem Wasser.

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Laut Anklage wurde das Opfer dadurch dauerhaft entstellt. Zwei Wochen später soll der brutale Übergriff an seiner Ex-Freundin erfolgt sein. Dabei soll er ihr unter anderem gedroht haben, seinen Namen mit einer Rasierklinge in ihre Stirn zu ritzen. Bislang sind insgesamt fünf weitere Verhandlungstage angesetzt.

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