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Aus der Stadt Taucher suchen nach Simone Müller
Hannover Aus der Stadt Taucher suchen nach Simone Müller
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20:27 16.06.2009
Auf der Suche nach der Vermissten: Wasserschutzpolizisten steuern das Sonarboot über den Teich. Quelle: Tim Schaarschmidt

Die Aktion verlief jedoch erfolglos. Die Gewässer befinden sich alle in direkter Nachbarschaft des Mehrfamilienhauses, in dem Müller gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten wohnte, bevor sie im August 2007 spurlos verschwand. „Zeugen haben berichtet, dass sie parallel zum Verschwinden der Frau Auffälligkeiten in diesem Bereich bemerkt haben“, sagte am Dienstag Ermittlungsleiter Kriminalhauptkommissar Jörg Makel. So soll etwa das Schilf in schwer zugänglichen Bereichen des Ufers herunter getreten gewesen sein. Die Beamten gehen nun dem Verdacht nach, ob Müllers Leiche möglicherweise in einem der Teiche oder der nur wenige Meter entfernt fließenden Aller versenkt worden sein könnte.

Simone Müller wird seit dem 4. August 2007 vermisst. Zeugen hatten die damals 31-jährige gegen 23 Uhr zuletzt auf dem Straßenstrich in der Herschelstraße in Hannover gesehen. Dort verdiente sich die Sozialhilfeempfängerin regelmäßig als Prostituierte zusätzliches Geld. Die Polizei vermutet, dass Müller einem Gewaltverbrechen zum Opfer fiel und nicht mehr am Leben ist. Unter anderem ermitteln die Beamten gegen den damaligen Lebensgefährten der Vermissten. Der 38-Jährige lebt weiterhin in der Wohnung in Engehausen nahe Schwarmstedt. Ende Mai war die Wohnung bereits mit Hilfe von Spürhunden durchsucht worden.

Neben den insgesamt sechs Polizeitauchern waren am Dienstag erneut mehrere Leichenspürhunde im Einsatz. An einem Klärteich, der bis 2001 zu einem Campingplatz gehörte und entsprechend genutzt wurde, schlugen die Hunde an. Ein Taucher suchte daraufhin das schlammige Gewässer ab. Fündig wurde er nicht. Möglicherweise war es der Geruch menschlicher Fäkalien, der die Polizeihunde irritierte und an dem Klärteich Signal geben ließ. Zusätzlich unterstützte ein mit einem Sonargerät ausgerüstetes Boot die Suche nach der Vermissten. Mit Hilfe hochfrequenter Schallwellen ist ein solches Gerät in der Lage, den Grund eines Gewässers quasi abzutasten. Bereits wenige Minuten nach Beginn der Aktion machten die Beamten so ein verdächtiges etwa 40 mal 160 Zentimeter großes Objekt unter Wasser aus. Dabei handelte es sich jedoch nur um eine alte Zinkwanne.

Die Polizei brach die Aktion am Dienstag nach mehr als neun Stunden ab. Am Mittwoch wollen die Ermittler die Suche auf der Aller fortsetzen.

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