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Aus der Stadt Taxianbieter Uber drängt nach Hannover
Hannover Aus der Stadt Taxianbieter Uber drängt nach Hannover
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00:17 03.12.2014
Von Mathias Klein
Vor allem die Taxibranche wehrt sich gegen die Konkurrenz von Uber. Quelle: dpa
Hannover

Das Taxiunternehmen Uber sucht im Internet seit einiger Zeit nach Fahrern für Hannover. Demnach haben sich bisher 50 Frauen und Männer bereit erklärt, für das amerikanische Unternehmen in Hannover zu arbeiten. Laut Internetseite müssen noch 50 Anmeldungen von Fahrern erfolgen. Vor allem die Taxibranche wehrt sich gegen die Konkurrenz von Uber.

Eine offizielle Bestätigung durch das Unternehmen gibt es, wie bei Uber in solchen Fällen üblich, nicht. Ein Pressesprecher teilt lediglich mit, dass seine Firma nicht vorher ankündige, ob und wann sie ihren neuen Dienst in einer Stadt anbietet.

Derzeit ist Uber nach eigenen Angaben in Berlin, München, Frankfurt und Hamburg aktiv und befördert dort Fahrgäste. Über eine App (ein auf ein Smartphone heruntergeladenes Programm) bietet das Unternehmen zum einen die Vermittlung von Mietwagen mit Fahrer oder von Taxis an. Die Taxibranche läuft jedoch vor allem Sturm dagegen, dass durch Vermittlung von Uber auch Privatpersonen ohne besondere Vorkenntnisse mit ihren Privatautos Fahrgäste transportieren. Der Grund für den Widerstand der Taxibranche ist einfach: Von Uber vermittelte Fahrten in Privatautos sind deutlich preiswerter als eine reguläre Taxifahrt. So kostet in Berlin der Kilometer 35 Cent, eine Grundgebühr gibt es dort nicht.

„Wir sind ganz gespannt“

Bei „Hallo Taxi“ in Hannover beobachtet man die Aktivitäten von Uber sehr aufmerksam, berichtet Geschäftsführer Wolfgang Pettau. „Wir sind ganz gespannt“, sagt er. Sobald Uber in Hannover starte, werde sein Unternehmen die Ordnungsbehörde informieren und außerdem eine einstweilige Verfügung gegen die Aktivitäten des Unternehmens beantragen. Er habe nichts gegen Wettbewerb auf dem Taximarkt, aber dieser müsse zu gleichen Bedingungen für alle erfolgen.

Uber-Fahrer haben beispielsweise keine Konzession nach dem Personenbeförderungsgesetz. In einem Zeitungsinterview hatte Uber-Deutschlandchef Fabian Nestmann vor wenigen Tagen gefordert, das Personenbeförderungsgesetz zur reformieren. Beispielsweise seien genaue Ortskenntnisse im Zeitalter der Satellitennavigation überflüssig, meint er. Auch die strengen Gesundheitsvorschriften kritisiert der Uber-Deutschlandchef: „Für sechs oder zehn Stunden Fahrdienst in der Woche muss man kein durchtrainierter Fahrer sein“, sagt er.

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