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Aus der Stadt Technik, die Schüler begeistert
Hannover Aus der Stadt Technik, die Schüler begeistert
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00:23 30.11.2014
Von Saskia Döhner
Technik verbindet: Annemarie und Lene basteln ein Windrad.
Technik verbindet: Annemarie und Lene basteln ein Windrad. Quelle: Florian Petrow
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Hannover

Die Schüler des Gymnasiums Lüchow im Wendland haben eine Fusselsiebkontrolle für die Waschmaschine entwickelt. Die Neunt- und Zehntklässler von der Kooperativen Gesamtschule Barsinghausen haben einen Bausatz aus dem Internet zu einem funktionierenden 3-D-Drucker montiert und können damit dreidimensionale großformatige Kunststoffschrauben drucken. Die Viertklässler von der Wilhelm-Busch-Grundschule in Oberricklingen basteln Windräder aus Papier und erzeugen damit Strom. Alle drei Projekte sind noch heute zwischen 8.30 und 14.30 Uhr im Lichthof der Leibniz Universität Hannover bei der Schülermesse „Technik verbindet“ zu sehen – zusammen mit rund 30 weiteren Ideen.

Die Messe „Technik verbindet“ in Hannover ist eine Schülermesse rund um das Thema Technik. In der Leibniz Universität Hannover präsentieren Schülerinnen und Schüler Schulklassen und anderen Besuchern ihre Projekte.

„Es macht Spaß zu sehen, wie das, was man mit den eigenen Händen baut, funktioniert“, sagt Tom, Zehntklässler von der KGS Barsinghausen. Und Viertklässler Roncin (9) aus Oberricklingen drückt es so aus: „Es ist toll, dass wir mit unseren selbst gebauten Windrädern Strom erzeugen können, und die kleinen Windräder machen komischerweise mehr Strom als die großen, das hätte ich nicht gedacht.“ Klassenlehrerin Dagmar Hufenbach lächelt still, als ihre Schülerin Annemarie der erwachsenen Besucherin erklärt, wie man ein Windrad aus der Papiervorlage bastelt.

„Technik fasziniert“, sagt Uwe Groth, Vorsitzender des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI), der die Messe zusammen mit  der Stiftung Niedersachsen- Metall, der Ingenieurkammer Niedersachsen, der Landesschulbehörde und anderen Organisationen ausrichtet. Gut 1500 Anmeldungen von Schülern gab es schon für den gestrigen Tag, aber viele Klassen kommen auch einfach so. Die Messe „Technik verbindet“ findet seit 2002 alle zwei Jahre statt. Wer Nachwuchs für technische Berufe gewinnen wolle, dürfe nicht erst beim Abiturienten anfangen, sagte Hans-Ullrich Kammeyer, Präsident der Ingenieurskammer. Kinder sollten möglichst früh für Technik interessiert werden, erste Projekte gebe es deshalb schon für Kita-Kinder.  Es fehlten nicht nur die Ingenieure  – so hätten sich im laufenden Wintersemester weniger Studenten für Maschinenbau und Elektrotechnik eingeschrieben als in den Vorjahren, sondern auch die entsprechenden Lehrer, etwa für Informatik oder Physik.

Das Kultusministerium hat am Donnerstag mit dem VDI-Landesverband einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, um technische und naturwissenschaftliche Fächer weiter zu fördern. Der Unterricht soll durch Angebote außerhalb der Schule ergänzt werden. „Die Landesregierung und die Wirtschaft verbindet das gemeinsame Interesse, dem Fachkräftemangel wirksam entgegenzutreten“, betonte Kultus-Staatssekretär Peter Bräth.

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